Profis | 10.04.2015

Bard Finne im GeißbockEcho

"Als Stürmer darf man nicht nachdenken"

Mit gerade mal 18 Jahren kam Bard Finne aus Norwegen zum 1. FC Köln. Gar kein so großer Schritt, findet der Stürmer. Im GeißbockEcho spricht er über vergebene Torchancen, Deutschunterricht und seinen neuen Ausgleichssport.

Bard, du hast in dieser Saison noch kein Tor erzielt, obwohl du mehrmals nah dran warst. Wie sehr ärgert dich das?
Es stimmt, dass ich einige gute Chancen hatte. Vielleicht hätte ich zum Beispiel gegen Paderborn den Ball reinmachen müssen. Aber als Stürmer darf man nicht zu lange über vergebene Gelegenheiten nachdenken, sondern sollte sich lieber damit beschäftigen, es das nächste Mal besser zu machen.

Was auffällt: Selbst, wenn du erst spät eingewechselt wirst, bist du häufig an gefährlichen Situationen beteiligt.
Dafür komme ich ja rein, damit ich die gegnerischen Verteidiger in schwierige Situationen bringe. Mein Ziel ist es, mit meiner Frische und Energie den Unterschied auszumachen.

Gegen Bremen ist dir das gelungen, da hast du den Elfmeter zum Ausgleichstor herausgeholt.
Ja, obwohl das vielleicht auch ein bisschen ungeschickt verteidigt war. Aber ich glaube, ich habe nach meiner Einwechslung einen guten Eindruck gemacht.

Peter Stöger hat dich eigentlich immer als Part einer Doppelspitze gebracht. Kommt dir das entgegen?
Ich bin am liebsten Teil einer Doppelspitze, und dabei gerne der Spieler ganz vorne. Mit einer hängenden Spitze hinter mir. Dann kann ich in die Räume gehen, Läufe machen und versuchen, im Strafraum für Unruhe zu sorgen.

Stichwort: Strafraum. In Norwegen nennt dich die Presse "fox in the box".
Das passt zu mir, es ist meine Stärke, in der Box, also im Strafraum, zu Abschlüssen zu kommen. Meine Tore erziele ich meistens von innerhalb des Sechzehners.

Als du Norwegen in Richtung Köln verlassen hast, warst du erst 18 Jahre alt. Hattest du nie Heimweh?
Nein, ich wohne zwar alleine, aber ich werde ja oft besucht. Meine Freundin studiert in Norwegen, versucht aber, einmal im Monat für eine Woche hier zu sein. Und wenn wir Heimspiele haben, kommen Freunde oder meine Familie gerne übers Wochenende her und gehen ins Stadion. Das ist für sie immer eine besondere Erfahrung, weil es ganz anders ist als in Norwegen. Mein erstes Spiel hier beim FC war ein Testspiel gegen Schalke – und es waren 20.000 Zuschauer da. Das hat mich sehr beeindruckt. Ins Stadion von Brann Bergen, meinem vorherigen Club, passen zwar 17.000 Zuschauer, aber es ist nur selten ausverkauft. Das vermisse ich also nicht. Und dass ich schon etwas Deutsch konnte, hat mir die Eingewöhnung auch erleichtert.

Hier geht's zum kompletten Interview.

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GeißbockEcho Bard Finne
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14 1. FSV Mainz 05 18
15 1. FC Köln 17
16 Fortuna Düsseldorf 15

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