Profis | 25.01.2020

Stimmen nach dem Spiel

„Analysieren und abhaken“

Nach der 5:1-Niederlage bei Borussia Dortmund sprach NetCologne FC-TV mit Cheftrainer Markus Gisdol, Timo Horn, Rafael Czichos und FC-Geschäftsführer Horst Heldt.

Markus Gisdol: „Wir sind auf einen Gegner getroffen, der uns die Lücken aufgezeigt hat, die wir angeboten haben. Unsere Abstände im Spiel waren zu groß. Es ist uns nicht gelungen, so ins Spiel reinzukommen, wie wir es wollten. Der Gegner hat es richtig gut gemacht. Ich glaube jeder, der das Spiel im Stadion oder im Fernsehen gesehen hat, hatte nicht das Gefühl, dass wir 5:1 verloren haben. Irgendwie waren wir näher dran und das Quäntchen hat dann gefehlt, um noch näher ranzukommen und um das Ergebnis anders ausfallen zu lassen. Für mich ist es wichtig, dass wir die Spiele sauber analysieren und mit der Mannschaft besprechen. Die Vorgehensweise danach ist immer die gleiche. Natürlich ist es immer schön, einen Sieg zu analysieren, aber heute gibt es auch eine Menge zu besprechen. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir eine junge Truppe haben, die aus dieser Partie unterm Strich viel lernen wird.“

Timo Horn: „Wir waren über die meiste Zeit chancenlos. Dortmund hat eine Wahnsinns-Qualität auf den Platz gebracht. Es ging ganz schlecht los, gleich in der ersten Minute hier in Rückstand zu geraten. Die Dortmunder standen dann direkt mit ihrem Spiel parat, konnten sich aufstellen und auf unsere Fehler warten. Das war genau das, was sie wollten. Auch beim 2:0, als sie mit dem langen Ball ganz einfach hinter unsere Kette kamen. Das darf uns so leicht nicht passieren. Wenn man 2:0 in Dortmund zurückliegt, dann wird es ganz schwer. Nach dem 3:1 von uns kam nochmal etwas Hoffnung auf, da wir es in der zweiten Halbzeit über bestimmte Strecken schon besser gemacht haben und auch zu Chancen gekommen sind. Aber mit dem 4:1 war es dann natürlich gelaufen.“

Rafael Czichos: „Heute hat es uns an Disziplin gefehlt. Beim Anlaufverhalten haben wir zusammen nicht kompakt genug gearbeitet. Auch haben wir heute keine gute Zweikampfquote vorzuweisen. Genau das brauchst du hier in Dortmund, um zu bestehen und um etwas mitnehmen zu können. Man hat dieses Jahr schon gesehen, dass hier in Dortmund etwas zu holen ist, wenn man es vernünftig macht und wenn man hier mit einer gewissen Aggressivität auftritt und den Gegner ärgert. Wenn man das nicht macht, dann kommen die Dortmunder in einen gewissen Spielfluss und das macht dann wirklich gar keinen Spaß. Wir müssen wieder diszipliniert verteidigen und Gas geben gegen den Ball. Wir sollten uns in den letzten Wochen genug Selbstvertrauen geholt haben, sodass uns die Niederlage jetzt nicht aus der Bahn wirft. Ich denke, dass wir am nächsten Sonntag wieder einen sehr aggressiven 1. FC Köln sehen werden.“ 

Horst Heldt: „Fünf Tore sind zu viel. Auch wenn es der Spielverlauf vielleicht nicht hergegeben hat, aber die fünf Tore tun uns weh und wir haben verdient verloren. Wir hatten heute einfach Probleme mit den Abständen, die nicht gestimmt haben. Es fing schon nicht optimal an für uns. Nach nicht mal einer Minute 1:0 hinten zu liegen ist nicht gut und hat den BVB beflügelt. Die Tore waren grundsätzlich zu einfach. Das lag daran, dass wir die Abstände in der ersten Halbzeit nicht richtig hinbekommen haben. Nach dem 1:0 hatten wir eine gute Chance, das 1:1 zu machen. Wir hatten immer so ein Fünkchen Hoffnung, an die Dortmunder ranzukommen. Das war auch nach dem 3:1 so. Danach hatten wir eine gute Möglichkeit zum 3:2, aber das hat heute nicht sein sollen. Wir müssen das jetzt analysieren, aber dann auch abhaken. Heute haben wir nicht gut angefangen und hatten einen Gegner, der in der Offensive sehr stark besetzt ist. Ein Stück weit haben wir sie aber auch dazu eingeladen, das darf uns so natürlich nicht passieren.“

  • empfehlen

Tabelle

Menu
Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
12VfB Stuttgart0
121. FC Köln0
141. FSV Mainz 050