Profis | 13.04.2011

"Bedingungslos dagegenstemmen"

Der nächste Gegner: VfB Stuttgart

Nach der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach kommt zum 30. Spieltag der Bundesliga der VfB Stuttgart als Gast in das RheinEnergieStadion. Die Schwaben sind nach einer starken Rückserie in der vergangenen Saison in akuter Abstiegsgefahr. Für den FC gilt es die Heimserie fortzusetzen, um gegen einen direkten Konkurrenten wichtige Zähler für den Klassenerhalt einzufahren.


"Mit aller Entschlossenheit"


„Die Auswärtsniederlage haben wir aufgearbeitet. Jetzt geht der Blick nur noch nach vorne auf das Spiel am Samstag gegen Stuttgart. Natürlich wissen wir um unsere Heimstärke, wir haben die vergangenen sieben Spiele gewonnen. Daher gehen wir mit breiter Brust ins Spiel“, erklärt FC-Mittelfeldspieler Martin Lanig, der von 2008 bis 2010 für die Schwaben aktiv war. „Wir gehen mit aller Entschlossenheit ins Spiel und wissen, wie wichtig dieses Spiel für uns ist. Wir werden mit allen Mitteln versuchen, die drei Punkte wieder hier in Köln zu behalten.“

Zwei Trainerwechsel

Der VfB Stuttgart belegt aktuell mit 30 Punkten den 15. Tabellenplatz. Nur zwei Punkte Vorsprung haben die Schwaben damit auf einen direkten Abstiegsplatz. Dennoch ist eine Entwicklung zu erkennen, die den Fans und Verantwortlichen Hoffnung gibt, das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Zu Beginn der aktuellen Spielzeit hagelte es für die Schwaben zunächst Pleiten in Serie. Sechs der ersten sieben Spiele gingen verloren und der VfB Stuttgart fand sich nach dem siebten Spieltag auf dem 18. Tabellenplatz wieder. Daraufhin war auch für Christian Gross, der die Mannschaft erst im Winter 2009 übernahm, schon wieder Endstation. Sein Co-Trainer Jens Keller wurde daraufhin im Oktober 2010 als Cheftrainer installiert. Neun Bundesligaspieltage lang war Keller Cheftrainer der Mannschaft. Zwei Siege, drei Unentschieden und vier Niederlagen waren den Verantwortlichen um den neuen Sportdirektor Fredi Bobic im Schwabenland zu wenig, sodass sie sich auch von Jens Keller trennten.

Kampf um den Klassenerhalt


So stellten die Verantwortlichen mit Bruno Labbadia den nächsten Chefcoach vor. „Wir müssen uns mental darauf einstellen, dass wir bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Was aber nicht heißen darf, dass jedes Spiel zugleich ein Endspiel ist“, äußerte sich Labbadia zu seinen Zielen mit dem VfB. Nach einem holprigen Start folgten drei Siege am Stück (gegen Frankfurt, Schalke und St. Pauli) und die Wende schien eingeleitet. Den Aufschwung bremsten dann aber zwei 1:1-Unentschieden gegen Wolfsburg und Bremen, und der Traum der Serie platzte am vergangenen Spieltag mit einer bitteren Niederlage. 2:4 hieß es am Ende aus Stuttgarter Sicht im eigenen Stadion gegen den direkten Abstiegskonkurrenten 1. FC Kaiserslautern.

Leistungseinbruch

Dabei hatten die Schwaben eine 1:0-Führung der Pfälzer zur Pause noch zu einer 2:1-Führung gedreht, zeigten sich in der zweiten Halbzeit aber erschreckend passiv. „Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir haben uns nicht mehr gezeigt, warum auch immer. Das ist das große Fragezeichen“, sagte Trainer Bruno Labbadia nach der Partie. Ähnlich sah es auch sein Keeper Sven Ulreich: „Wir müssen die zweite Hälfte jetzt gut analysieren und die Gründe für den Einbruch finden, denn nächste Woche geht es weiter und da gilt es gegen Köln zu punkten.“ Eine deutliche Leistungssteigerung fordert auch Sportdirektor Fredi Bobic: „Ich erwarte von den Spielern, dass sie es in Köln besser machen und sie sich im Kölner Hexenkessel bedingungslos dagegenstemmen.“

Zwei Winterneuzugänge


Dabei hatten die Verantwortlichen in Stuttgart auch zur Rückrunde noch einmal auf dem Transfermarkt agiert. Der Vertrag mit Mauro Camoranesi, der erst im Sommer von Juventus Turin nach Stuttgart kam, wurde aufgelöst. Als Neuzugänge lieh der VfB Tamas Hajnal von Borussia Dortmund aus, der bereits zwei Tore selbst erzielen und zwei weitere Treffer vorbereiten konnte. Zudem wurde mit Shinji Okazaki ein japanischer Stürmer verpflichtet, der in der Rückrunde ebenfalls mit guten Leistungen überzeugen konnte.

Die meisten Siege

Schon 87-mal standen sich der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart in Pflichtspielen gegenüber. 37 dieser Partien gewann der FC, 29 gingen an den VfB und 21 endeten remis. Gegen den VfB feierte der FC somit historisch die meisten Siege. Die Heimbilanz spricht eine noch deutlichere Sprache: 25 Siege für den 1. FC Köln, zwölf Unentschieden und nur sechs Niederlagen. Beim VfB Stuttgart steht Bruno Labbadia mit Pavel Pogrebnyak einer der Topscorer aufgrund einer Gelbsperre nicht zur Verfügung. FC-Trainer Frank Schaefer muss aus dem gleichen Grund auf Mato Jajalo und Adam Matuschyk verzichten, dafür wird der Portugiese Petit nach seiner Zahn-OP wieder in die Startelf des FC rücken. An den Gegner hat er beste Erinnerungen, sein erstes Bundesligator gelang ihm gegen den VfB Stuttgart.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
12VfB Stuttgart0
121. FC Köln0
141. FSV Mainz 050