Profis | 01.12.2011

Der nächste Gegner

VfB Stuttgart

Zum Topspiel des 15. Spieltags gastiert der 1. FC Köln am Samstag, 3. Dezember 2011, um 18.30 Uhr, beim VfB Stuttgart. Nachdem die Schwaben in den Vorjahren stets eine schwache Hinrunde spielten, läuft es in dieser Saison von Beginn an. Der VfB startete mit 21 Punkten aus 14 Spielen so gut wie seit dem Titelgewinn 2007 nicht mehr.


Labbadia bringt Stabilität

Großen Anteil am guten Saisonstart des VfB hat zweifelsohne Trainer Bruno Labbadia. Vor knapp einem Jahr übernahm der ehemalige FC-Profi die abstiegsbedrohten Stuttgarter und führte die Mannschaft in der Rückrunde aus dem Tabellenkeller.Bei seiner dritten Station als Trainer in der Bundesliga nutzt Labbadia nun die Gelegenheit zu beweisen, dass er auch langfristig erfolgreich arbeiten kann. In dieser Saison steht der VfB wieder auf Augenhöhe zu den potentiellen Europapokal-Anwärtern. Allerdings verpassten es die Schwaben bereits zweimal, sich in diesem Kreis festzusetzen: Nach Erfolgen gegen Hannover und Freiburg musste sich der VfB am siebten Spieltag zuhause dem bis dato noch sieglosen HSV geschlagen geben. Zuletzt verhinderte eine 1:3-Niederlage in Mainz, nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage, den Sprung unter die Top-Sechs der Liga. Dennoch hat der VfB Stuttgart in dieser Saison zu jener Stabilität gefunden, die in den Vorjahren stets gefehlt hatte.

Defensive als Prunkstück

Ein Beleg dafür ist das gute Defensivverhalten des fünfmaligen Deutschen Meisters. Die Stuttgarter erlauben ihren Gegnern kaum Großchancen und stellen mit 15 Gegentoren hinter dem Spitzentrio aus Dortmund, Mönchengladbach und München die viertbeste Defensive der Liga. Als starker Rückhalt erwies sich im bisherigen Saisonverlauf Torwart Sven Ulreich. Der 23-Jährige hat sich nach einigen Rückschlägen im Vorjahr auf einem hohen Niveau stabilisiert und der VfB-Abwehr zuletzt die nötige Sicherheit verliehen.Aber auch zwei Neuzugänge haben ihren Anteil am Aufschwung. Vom PSV Eindhoven wechselte Francisco Javier Rodriguez Pinedo, genannt Maza, im Sommer an den Neckar. Der Mexikaner bringt es in dieser Saison bislang auf 13 Einsätze und erzielte dabei einen Treffer. Lediglich im Heimspiel gegen Augsburg musste Maza aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre pausieren. Als aggressiver Abräumer vor der Abwehr fängt der Däne William Kvist, der vor Saisonbeginn vom FC Kopenhagen kam, zudem viele gegnerische Angriffe ab, ehe es gefährlich wird.

Ausgeglichene Offensive

Mit sechs Treffern ist Martin Harnik derzeit treffsicherster Schütze des VfB. Zudem bereitete der Österreicher schon vier Tore vor. Doch auch in der Offensive profitieren die Stuttgarter von ihrer Ausgeglichenheit. Auf acht verschiedene Schützen verteilen sich die 20 bislang erzielten Tore. Neben Harnik trafen Cacau (4) und der Japaner Shinji Okazaki (3) am häufigsten. Eine ausgeglichene Leistungsdichte im Kader und ein guter Saisonstart sorgen dafür, dass der VfB Stuttgart in dieser Saison zu den Anwärtern auf das internationale Geschäft zählt.

Positive Bilanz

Insgesamt standen sich der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart in der Bundesliga bislang 80 Mal gegenüber. Die Bilanz spricht für den FC, der 33 Mal als Sieger vom Platz ging. 21 Partien endeten remis und 26 Mal triumphierte am Ende der VfB. Auch die Auswärtsbilanz des 1. FC Köln in Stuttgart kann sich sehen lassen. Zuletzt musste sich der FC in der Saison 1996|1997 in der baden-württembergischen Landeshauptstadt geschlagen geben. Die letzten vier Partien in der Mercedes-Benz Arena wurden sogar allesamt gewonnen. Am 21. November 2010 entschied Lukas Podolski, der einen Foulelfmeter kurz vor Spielende zum 1:0 verwandelte, das bis dato letzte Aufeinandertreffen beider Teams in Stuttgart. 

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
13 Hertha BSC 22
14 1. FC Köln 20
15 1. FSV Mainz 05 18

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