Profis | 19.04.2012

Der nächste Gegner

VfB Stuttgart

Am kommenden Samstag, 21. April 2012, 15.30 Uhr, trifft der 1. FC Köln im RheinEnergieStadion auf den VfB Stuttgart. Der VfB spielt eine starke Rückrunde, darf sich berechtigte Hoffnungen auf Platz fünf und die damit verbundene direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League machen und verfügt über ein treffsicheres Sturmduo.


Drei Endspiele für den VfB

Die Konstellation ist eng, doch im Kampf ums internationale Geschäft hat der VfB Stuttgart alle Trümpfe selbst in der Hand. So gehen die Schwaben gestärkt durch eine positive Rückrundenbilanz in die drei letzten Partien der Saison. Allerdings kann im Ligaendspurt alles passieren: Das direkte Erreichen der Europa League-Gruppenphase ist ebenso möglich wie das Verpassen der internationalen Plätze. Doch die Weiß-Roten schwimmen derzeit auf einer Erfolgswelle durch die Liga, ließen sich beim 4:1-Sieg gegen Mainz und beim 3:1-Triumph in Augsburg auch durch frühe Rückstände nicht aus der Bahn werfen. In Köln, zuhause gegen den FC Bayern München und am letzten Spieltag in Wolfsburg kann die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia eine starke Rückrunde mit Platz fünf krönen und somit gleichzeitig Planungssicherheit für die Sommervorbereitung schaffen. Denn nur der Tabellenfünfte qualifiziert sich direkt für die Gruppenphase der Europa League. Der Sechstplatzierte muss in die Play-Offs, der Siebte muss noch eine Runde früher in der Qualifikation starten. Eine geregelte Vorbereitung wäre so nicht zu gewährleisten. Um dem zu entgehen, braucht Stuttgart weitere Siege. Dabei kann sich der VfB auf die Treffsicherheit seines Sturmduos verlassen.

Glücksgriff Ibisevic

In der Winterpause wechselte Vedad Ibisevic für rund fünf Millionen Euro von der TSG Hoffenheim nach Stuttgart und steht seitdem für den Aufschwung rund um die Mercedes-Benz-Arena. Acht Tore und fünf Assists in elf Partien – so lautet die beeindruckende Bilanz des Bosniers, der es insgesamt auf dreizehn Saisontreffer bringt. „Wir hatten zunächst gar nicht geglaubt, dass es eine Chance gibt, ihn zu holen“, gestand Fredi Bobic, der daher zunächst den Kroaten Srdjan Lakic auf dem Zettel hatte. Doch die Chance ergab sich und Stuttgart schlug zu. Eine kluge Entscheidung, wie Labbadia bestätigt: „Vedad veredelt unser Spiel“, lobt der Trainer seinen Torjäger, der die Vorlagen seiner Mitspieler konsequent verwertet.

Dauerbrenner Harnik

Als bester Torschütze der Stuttgarter netzte der Österreicher Martin Harnik in dieser Saison bereits fünfzehn Mal ein. In Augsburg brachte Harnik den VfB durch seinen Treffer auf die Siegerstraße, zuvor hatte der Angreifer in fünf Spielen aber nicht mehr getroffen. Dennoch ist Harnik, der in der Vorsaison noch im Sturmzentrum zum Einsatz kam, vom rechten Flügel nicht mehr wegzudenken. Durch seine Lauf- und vorallem Sprintstärke schafft Harnik immer wieder Räume, hat zudem einen beispiellosen Zug zum Tor. Mit durchschnittlich rund zwölf Kilometern legt der Toptorjäger regelmäßig die größte Laufleistung aller Stuttgarter zurück. Ibisevic und Harnik, dazu Vorbereiter Tamas Hajnal und das hoffnungsvolle Eigengewächs Julian Schieber: Der VfB Stuttgart verfügt über eine starke Offensive, die sich vor allem dadurch auszeichnet, nur wenige Chancen ungenutzt zu lassen. Fast jeder dritte Torschuss der Schwaben findet den Weg ins Tor, nur der FC Schalke 04 weist in dieser Statistik eine bessere Quote auf.

Offensivpressing als Schlüssel

Das Erfolgskonzept des VfB lautet Offensivpressing. Die Stürmer laufen den Gegner bereits früh in der eigenen Hälfte an, erzwingen so Ballverluste. Im zentralen Mittelfeld schließen William Kvist – die Neuverpflichtung des FC Kopenhagen ist eine der Entdeckungen der Saison - und Zdravko Kuzmanovic die Lücken und setzen die konterstarken Flügelstürmer bei Ballgewinn passgenau in Szene. So entstehen oftmals Überzahlsituationen in der gegnerischen Hälfte, die die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia konsequent zu nutzen weiß.

Die Bilanz

Die Bundesligabilanz zwischen dem 1. FC Köln und dem VfB Stuttgart spricht für den FC. Von bislang 81 Partien konnte der 1. FC Köln 33 für sich entscheiden. 22-mal trennten sich beide Teams unentschieden, 26-mal siegte der VfB Stuttgart. Auch die Heimbilanz der Kölner gegen die Schwaben ist positiv: 21 Heimsiegen stehen zwölf Remis und sieben Niederlagen gegenüber. Allerdings liegt der letzte Heimsieg des FC gegen den VfB mehr als elf Jahre zurück. Am 29. Oktober 2000 siegte der FC mit 3:2, damals noch im alten Müngersdorfer Stadion. Christian Springer per Doppelpack und Dirk Lottner sicherten den Erfolg. Doch nicht nur die Stuttgarter reisen gerne nach Köln, auch der FC war am Neckar zuletzt stets erfolgreich. 1996 siegte der VfB Stuttgart letztmals im eigenen Stadion gegen den 1. FC Köln.

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36