Profis | 17.12.2012

Der nächste Gegner: VfB Stuttgart

DFB-Pokal-Achtelfinale

Der VfB Stuttgart hatte Probleme in die Saison zu finden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten etablierte sich der Verein im Tabellenmittelfeld und beendete die Hinserie auf dem neunten Platz. Doch das Umfeld hat andere Ansprüche und VfB-Trainer Bruno Labbadia ist weiterhin zwiegespalten.


Ibisevic schießt Stuttgart aus der Krise

Den Saisonstart hat sich der VfB sicherlich anders vorgestellt. Gerade einmal zwei Punkte hatte die Mannschaft von Bruno Labbadia nach fünf Spieltagen auf dem Konto. Für einen Verein, der eigentlich den Anspruch hegt, im internationalen Geschäft ein Wörtchen mitzureden, war dies zu wenig. Der Fehlstart löste im Schwabenland Unruhe aus, denn nicht nur in der Bundesliga hatten die Stuttgarter mit Leistungsschwankungen zu kämpfen. Auch in der Europa League tat sich der VfB schwer und blieb die ersten drei Spiele sieglos. Die örtliche Presse hielt sich mit Kritik nicht zurück, auch den Zuschauern war der Unmut anzumerken. Doch die Situation stabilisierte sich. Vor allem Torjäger Ibisevic steuerte mit zehn Saisontreffern einen Großteil zum Aufschwung bei. Durch Siege gegen den Hamburger SV und Eintracht Frankfurt rutschte der Verein binnen zweier Wochen vom 15. auf den achten Tabellenplatz. Zwischenzeitlich stand der Club sogar auf Rang sechs - dort hatten die Schwaben die vergangene Saison beendet.

„Müssen aufpassen, dass die Kluft nicht zu groß wird“

Es ist kein Geheimnis, dass der VfB Stuttgart sich an die obere Tabellenregion orientieren möchte.  Oben mitspielen zu wollen bedeutet allerdings Bundesliga und Europa League gleichzeitig zu meistern. Hinzu kommen die jährlichen Belastungen im DFB-Pokal und genau hier kommen bei Labbadia Zweifel auf. „Um uns oben festzubeißen, brauchen wir Qualität und einen breiteren Kader“, sagte der 46-Jährige. Doch Qualität kostet Geld, und das ist beim VfB nicht im Überfluss vorhanden. In den vergangenen Jahre musste der Kader regelmäßig ausgedünnt werden, um Transferüberschüsse zu erzielen. „Es gibt wenige Vereine, die so reduziert haben“, erklärt Labbadia und spielt auf die Verkäufe von Julian Schieber, Christian Träsch, Bernd Leno und Sami Khedira an. „Viele Clubs rüsten auf, wir müssen aufpassen, dass die Kluft nicht zu groß wird. Eventuell ist dafür auch mal ein kalkulierbares Risiko nötig." Doch genau in dieser Hinsicht könnte er auf Granit stoßen. Große Investitionen stellen beim VfB einen Kraftakt dar. Der sportliche Leiter Fredi Bobic bringt es auf den Punkt: „Wir sind nach wie vor in einer wirtschaftlichen Situation, in der wir aufpassen müssen. Wir können nun mal kein Geld irgendwo hervorholen, wo keines da ist." Die Pokalwettbewerbe könnten sich deshalb als besonders rentabel erweisen. Durch das Weiterkommen in der Europa League sind dem VfB bereits ein paar Groschen extra in die Vereinskasse gefallen. Überwintert der VfB Stuttgart zusätzlich im DFB-Pokal klingelt es noch einmal. Gegner am kommenden Mittwoch ist der 1. FC Köln. Die letzte Niederlage des FC in Stuttgart liegt bereits dreizehn Jahre zurück. Damals verlor die Mannschaft von Ewald Lienen mit 0:4 – in einem DFB Pokal-Achtelfinale übrigens. 

  • empfehlen

Tabelle

Menu
Gesamttabelle
PL. Verein Pkt.
13 Hertha BSC 22
14 1. FC Köln 20
15 1. FSV Mainz 05 18

FC-FANSHOP