Profis | 25.02.2021

FC-Profi im Interview

Ehizibue: „Ich wachse daran“

Am Samstag tritt der 1. FC Köln beim deutschen Rekordmeister an. Vor der Partie sprach FC-Profi Kingsley Ehizibue über seine Geburtsstadt München, die Partie gegen den FC Bayern und Aufs und Abs beim FC.

Easy, für den FC geht es diese Woche in deine Geburtsstadt. Wie kommt es, dass du in München geboren bist?
Meine Eltern sind damals von Nigeria nach München gezogen. Ich hatte schon Familie in München. Als ich zweieinhalb war, sind wir dann nach Holland gezogen. Ich habe auch jetzt noch Verwandtschaft in München. Mein Onkel und ein Neffe wohnen dort. Ich habe es letztes Jahr nach unserem Spiel leider nicht geschafft, sie zu besuchen und dieses Jahr wird es wegen Corona leider auch nichts. 

Ist dein Onkel denn Bayern-Fan? 
Ja, er hält schon zu den Bayern. Er wird vor dem Spiel auf jeden Fall noch eine Nachricht von mir bekommen, dass wir dort etwas holen wollen. 

Es geht gegen den Rekordmeister, der in der Liga zuletzt gegen Frankfurt verloren hat und davor Unentschieden gegen Bielefeld gespielt hat. Was erwartest du für eine Partie?
Wir spielen gegen einen richtig starken Gegner. Doch auch wir werden Chancen haben. Besonders gegen gute Teams spielen wir oft guten Fußball. Und wir haben in diesem Spiel eigentlich gar nichts zu verlieren. Es ist ein Spiel, in dem wir mit guten Aktionen wieder unser Selbstvertrauen aufbauen können. Wir werden alles versuchen. 

Die FC-Saison ist ein Auf und Ab. Wie erklärst du es dir, dass ihr oft besonders gegen gute Teams starke Leistungen zeigt?
Das ist eine gute Frage und gar nicht so einfach zu erklären. Gegen Dortmund und Gladbach haben wir das richtige Level erreicht, das man für diese Gegner braucht. Und wenn jeder von uns an einem guten Tag auf sein Top-Level kommt, dann können wir eben auch solche Gegner schlagen. Aber auch gegen vermeintlich kleinere Gegner brauchen wir immer unsere beste Leistung. Unser größter Gegner sind eigentlich wir selbst. Unsere eigene Performance muss stimmen. Davon hängt alles ab. Wir haben auch in der Hinrunde gut gegen Bayern gespielt. Wenn man gut gegen die Bayern spielen kann und Mannschaften wie Gladbach und Dortmund schlagen kann, dann ist da ein gutes Niveau vorhanden. Wir müssen es nur viel häufiger auf den Platz bringen. Wir müssen kompakt stehen, an uns glauben und uns gegenseitig pushen.

Du hast diese Saison sowohl als rechter Verteidiger, als auch weiter vorn als Rechtsaußen gespielt. Was liegt dir eher? 
Ich bin Rechtsverteidiger. Deswegen war es für mich zunächst ungewohnt, weiter vorne zu spielen. Die Anforderungen sind natürlich ganz anders. Man muss viel mehr laufen und auch viel mehr Druck aufbauen. Ich gewöhne mich immer mehr daran und es passt zu mir. 

Auch dein persönlicher Saisonverlauf war sehr wechselhaft bislang. Wie blickst du auf deine eigene Saison?
Es ist wirklich sehr wechselhaft. Mal stand ich in der Startelf, mal wurde ich eingewechselt, mal bin ich nicht zum Einsatz gekommen, mal saß ich sogar auf der Tribüne. Es ist nicht meine beste Saison, aber die Saison, in der ich am meisten lerne. Ich lerne mit Rückschlägen umzugehen und sie in etwas Positives umzuwandeln. Ich wachse daran. Wenn ich auf der Tribüne saß, hat mich das nur angespornt, noch besser zu werden, an mir zu arbeiten und alles zu geben. Jeder, der im Training alles gibt, hat beim nächsten Spiel wieder die Chance, zu spielen. 

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171. FC Köln23
18FC Schalke 0413

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