Club | 15.09.2021

Erstligist aus Japan neuer Partner

FC startet Kooperation mit Sanfrecce Hiroshima

Der 1. FC Köln baut seine internationalen Beziehungen aus und geht mit dem japanischen Erstligisten Sanfrecce Hiroshima in den kommenden zweieinhalb Jahren eine Kooperation in den Bereichen Sport und Management ein. Der FC treibt mit der Kooperation seine Internationalisierungsstrategie weiter voran, die einen wesentlichen Schwerpunkt des FC-Matchplans darstellt. 

Im sportlichen Bereich umfasst die Zusammenarbeit zum Beispiel Trainerschulungen, Trainingslager und einen intensiven Austausch im Jugend- und Scoutingbereich an beiden Standorten. Sowohl Sanfrecce Hiroshima als auch der FC haben sich zum Ziel gesetzt, im Nachwuchsbereich jeweils zur Elite in der jeweiligen Liga zu zählen. Im Bereich Management sind Seminare in Hiroshima und Köln geplant, bei denen die Verantwortlichen der einzelnen Abteilungen aus beiden Clubs gemeinsam Zukunftsstrategien erarbeiten werden.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem deutschen Traditionsverein 1. FC Köln eine Vereinbarung über eine vielseitige Kooperation unterzeichnet haben. Sanfrecce Hiroshima hat sich zum Ziel gesetzt, der beste Verein in Japan für die Ausbildung von jungen Fußballtalenten zu sein. Deshalb ist es für uns wichtig, das Training im Nachwuchsbereich kontinuierlich weiterzuentwickeln“, sagt Shingo Senda, Präsident und CEO von Sanfrecce Hiroshima. In der J. League holte das Team 2012, 2013 und 2015 den Titel, 2018 die Vizemeisterschaft. Hinzu kommen Titel im japanischen Supercup in den Jahren 1995, 1996, 2007 und 2013. 

„Der 1. FC Köln ist in der Nachwuchsförderung top. Wir sind wir sehr zuversichtlich, dass uns die Erfahrungen und das Know-how aus Köln in diesem Bereich weiterhelfen werden. Durch die Kooperation möchten wir unsere Ausbildung im Nachwuchsbereich qualitativ verbessern und einen weiteren Schritt nach vorne machen“, erklärt Shingo Senda.

FC möchte Netzwerk ausbauen

„Der FC und Japan sind seit vielen Jahrzehnten eng miteinander verbunden. Dank der Kooperation mit Sanfrecce Hiroshima werden wir diese besondere Beziehung, die sich stets durch gegenseitigen Respekt und besonderes Vertrauen ausgezeichnet hat, mit neuem Leben füllen. Ziel ist es, ein Netzwerk aufzubauen, von dem beide Clubs dauerhaft profitieren – sportlich und wirtschaftlich”, sagt Werner Wolf, Präsident des 1. FC Köln.
Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, sieht großes Potential: „Japan ist für uns in vielfältiger Hinsicht ein interessanter Markt. Wir werden die Kooperation nutzen, um unsere Expertise im Sport- und Managementbereich zu teilen, die Bekanntheit des FC im asiatischen Raum zu steigern und neue Partner zu akquirieren. Dabei wird das besondere Traditionsbewusstsein, das in der FC-Familie und der japanischen Kultur eine große Rolle spielt, ein wichtiges Bindeglied sein.“

Der FC pflegt die Beziehungen zu seinen japanischen Partnern. Anfang 2021 fanden virtuelle Partner-Veranstaltungen mit der Nippon Sport Science University (NSSU), dem Kyoto Fußballverband und der Aioi Highschool statt. Ziel war es, japanische Trainer und Spieler zu schulen und die fußballerische Ausbildungsqualität der japanischen Partner in Zusammenarbeit mit der 1. FC Köln Fußballschule Heinz Flohe zu erhöhen. Dabei setzt der FC unter anderem auf die Unterstützung der Japanerin Yuka Hirano, die seit zwei Jahren für die FC-Frauenmannschaft spielt. 

FC und Japan seit Jahrzehnten eng verbunden

Die Verbindungen zwischen dem FC und Japan haben eine lange Tradition. Yasuhiko Okudera wechselte als erster Japaner nach Europa in die Bundesliga zum 1. FC Köln. Er integrierte sich schnell und wurde Teil der erfolgreichsten Ära der FC-Historie: Okudera gewann mit dem 1. FC Köln das Double 1978. Mit Pioneer kam auch der erste Trikotsponsor des FC in den Jahren 1979-1982 aus Japan. Tomoaki Makino, der vor seinem Wechsel zum FC in der Jugendakademie von Sanfrecce Hiroshima ausgebildet wurde, Kazuki Nagasawa und Yuya Osako waren weitere Japaner, die für den FC aufliefen. 

Umgekehrt suchten Ex-FC-Spieler ihr Glück in Japan. Die ehemaligen deutschen Nationalspieler Pierre Littbarski und Frank Ordenewitz spielten für JEF United Ichihara Chiba. Milivoje Novakovic lief für Ōmiya Ardija, Shimizu S-Pulse und Nagoya Grampus auf. FC-Fanliebling und Weltmeister von 2014 Lukas Podolski stand zweieinhalb Jahre bei Vissel Kobe unter Vertrag. Seit 1963 gibt es zudem eine Städtepartnerschaft zwischen Köln und Kyoto. Seit 2004 erinnert der Hiroshima-Nagasaki-Park am Aachener Weiher in Köln an die Atombombenabwürfe auf die beiden japanischen Städte und setzt zugleich ein Zeichen des Friedens und der Solidarität.

Geschichte von Sanfrecce Hiroshima

Sanfrecce Hiroshima war im Jahr 1993 Gründungsmitglied der landesweiten Profiliga J. League. Der Club wurde 1992 als eigenständige Aktiengesellschaft (K.K. Sanfrecce Hiroshima, engl. Sanfrecce Hiroshima FC Co., Ltd.) gegründet. Da die Ursprünge aber in der 1938 gegründeten Werksmannschaft des Mazda-Konzerns (bis 1984: Tōyō Kōgyō K.K.) liegen, hat Sanfrecce Hiroshima aktuell die längste Geschichte aller Clubs in der J. League. 1965 gewann das Team die erste ausgetragene japanische Fußballmeisterschaft. Es folgten Meistertitel in den Jahren 1966, 1967, 1968 und 1970 sowie Erfolge im Kaiserpokal in den Jahren 1965, 1967 und 1969.

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PL.VereinPkt.
8VfL Wolfsburg20
91. FC Köln19
10VfL Bochum 184819

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