Profis | 19.11.2010

Gespräch mit dem Gegner

Interview mit Timo Gebhart

Vor dem Bundesligaspiel beim VfB Stuttgart sprach fc-koeln.de mit U21-Nationalspieler Timo Gebhart über den bisherigen Saisonverlauf des VfB, den neuen Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft und seine persönlichen Ziele in der Zukunft.

fc-koeln.de: Herr Gebhart, im letzten Spiel konnten Sie trotz einer 3:0-Führung beim 1. FC Kaiserslautern am Ende nur einen Punkt mit nach Stuttgart nehmen. Woran hat es gelegen und wie bewerten Sie dieses Spiel?
Timo Gebhart:
"Eine Stunde lang haben wir gut gespielt und unsere Möglichkeiten eiskalt ausgenutzt. Nach der Führung haben wir uns leider zu weit zurückfallen lassen und sind die weiten Wege nicht mehr gegangen. Mit dem Publikum im Rücken hat Kaiserslautern Aufwind erhalten und die Partie ausgeglichen."

Der VfB Stuttgart hat mit derzeit 25 erzielten Toren die zweitstärkste Offensive der Bundesliga. Wie ist das starke Leistungsgefälle zwischen Defensiv- und Offensivleistung in dieser Saison zu erklären?
"Wir treten immer als eine Mannschaft auf, deshalb kann man es nicht einzelnen Positionen zuordnen. Insgesamt müssen wir vor allem in solchen Drangphasen des Gegners, wie nach dem 1:3 in Kaiserslautern, noch kompakter auftreten."

Welche Faktoren haben sich mit Ihrem neuen Trainer Jens Keller grundlegend geändert?
"Jens Keller hat neue Reize gesetzt. Er legt sehr viel Wert auf die Gespräche mit den Spielern. Bei einem neuen Trainer wittert jeder Spieler eine neue Chance auf seinen Platz unter den ersten Elf. Dieser Konkurrenzkampf hat uns gut getan, bedingt auch dass einige ihre Verletzungen auskuriert haben."

Sie sind mit dem VfB noch in allen drei Wettbewerben vertreten, wie lauten die Ziele Ihrer Mannschaft in dieser Saison?
"In der Bundesliga wollen wir so schnell als möglich die momentane Tabellenregion verlassen, das hat absolute Priorität. Der DFB-Pokal ist immer interessant, da man sich schnell für das internationale Geschäft qualifizieren kann. Mit Bayern München erwartet uns die schwerste aller Aufgaben. In der Europa League gilt es, den ersten Platz in der Gruppen-Tabelle zu verteidigen und dann im neuen Jahr in der nächsten Runde der besten 32 Teams anzugreifen."

Sie haben ab der U16 sämtliche Jugendnationalmannschaften des DFB durchlaufen. Ist es Ihr persönliches Ziel diesen Weg in absehbarer Zeit mit einem Auftritt in der A-Nationalmannschaft zu krönen?
"Es ist immer ein Traum für die Nationalelf zu spielen. Jeder Spieler muss sich dafür bei seinem Verein beweisen. Für mich gilt es einfach mit dem VfB die kommenden Spiele mit guten Leistungen positiv zu bestreiten, alles andere wird man dann sehen."

Stuttgart liegt aktuell nur drei Punkte vor dem FC, was erwarten Sie am Sonntag für ein Spiel?
"Beide Teams wissen worum es geht. Wir haben ein Heimspiel und wollen mit unseren Fans im Rücken einen Erfolg feiern." 

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