Profis | 17.12.2020

FC-Geschäftsführer im Gespräch

Heldt: „Die Hinrunde ist nach Leipzig nicht vorbei“

Nach der Niederlage gegen Leverkusen sprach FC-Geschäftsführer Horst Heldt über sein Gefühl nach der Partie, die Gesamtsituation – und die zwei noch anstehenden Partien in diesem Jahr.

Horst Heldt sagte über…

…sein Gefühl nach der Niederlage: Ich würde den Ausgang des Spiels gestern gar nicht unbedingt als Rückschlag bezeichnen. Es gilt die Partie richtig einzuordnen. Wir sind auf einen Gegner mit anderer Kragenweite getroffen. Wir haben es vor den Partien gegen Wolfsburg, Dortmund und Leverkusen betont – und das gilt auch für das Spiel am Samstag in Leipzig: Wir müssen einen richtig guten Tag erwischen und der Gegner muss schwächeln. In Dortmund war das der Fall. Da sind unsere Spieler fast alle an ihre 100 Prozent gekommen, während Haaland in der letzten Sekunde einen Ball neben das Tor setzt, den er in neun von zehn Fällen reingemacht hätte. Gegen Leverkusen hatten wir nicht unseren besten Tag, aber der Nachbar ist aktuell perfekt unterwegs. Dieser Unterschied hat sich am Mittwochabend bemerkbar gemacht. Das Ergebnis ist trotzdem ärgerlich. Wir müssen gegen Leipzig versuchen, es besser zu machen. Gegen Leverkusen gab es Situationen, die wir hätten vermeiden können, in dem Spiel gestern aber zu Gegentoren geführt haben. Die Mannschaft ärgert sich sehr über die Niederlage. Das hat man heute auch noch gemerkt an den Kommentaren der Spieler. Und es war auch wichtig, das Spiel aufzuarbeiten. Aber wir müssen jetzt auch schon so langsam mit der Niederlage abschließen, weil die Zeit bis zur Partie in Leipzig knapp ist.

…Ondrej Duda, der gegen Leverkusen gesperrt fehlte: Dass Ondrej in den vergangenen Spielen gut drauf war und ein toller Fußballer ist, hat man gesehen. Er kombiniert hohe Laufbereitschaft und Intensität mit hervorragenden technischen Fähigkeiten. Ein Spieler, der so gut drauf ist, fehlt einer Mannschaft natürlich, wenn er nicht eingesetzt werden darf. Ondrejs Fehlen war schade, aber nicht allein ausschlaggebend für die Niederlage, auch wenn sich die Statik unseres Spiels ohne Ondrej ein wenig verändert hat. Dass Jonas Hector nach langer Pause gestern wieder zum Einsatz gekommen ist, war das Erfreulichste an der Niederlage gestern.

…die kommende Partie in Leipzig: Mit Leverkusen und Leipzig treffen wir in kurzen Abständen auf zwei ähnliche Mannschaften mit ähnlichen Qualitäten. Und natürlich ist jetzt die Hoffnung, dass wir es in der Kürze der Zeit schaffen, in Leipzig genau die Fehler abzustellen, die gegen Leverkusen zu Gegentreffern geführt haben. Unsere Mannschaft weiß, was sie gut gemacht hat und was nicht. So ein Tag wie gestern kommt mal vor. Wir werden jetzt trotzdem alles daransetzen, aus Leipzig etwas Zählbares mitzunehmen. Ich sehe keinen Grund, wieso wir in Leipzig nichts holen sollten, nur weil die Mannschaft gegen Leverkusen einen schlechten Tag erwischt hat und auch in der Höhe verdient verloren hat. Wir haben die Ursachen für die Niederlage analysiert. Abhaken – und jetzt auf die kommende Aufgabe konzentrieren.

…die aktuelle Gesamtsituation: In der Tabelle sind viele Teams eng zusammengerückt. Das ist auf der einen Seite kein Nachteil, weil der Rückstand auf die Teams vor uns nicht groß ist, bedeutet auf der anderen Seite aber auch, dass es nicht so leicht ist, sich von den Abstiegsrängen abzusetzen. Ein bisschen Luft nach hinten haben wir uns verschafft, wir sind enger an Teams herangerückt, die vor uns stehen. Das sah zu einem früheren Zeitpunkt in der Saison auch schonmal anders aus. Das ist aus unserer Sicht eine gute Tendenz, die wir gerne aufrechterhalten wollen. Es sollte aber auch unbedingt jeder verinnerlichen, dass mit dem Spiel in Leipzig noch nicht die Hinrunde beendet ist. Im Januar haben wir noch vier Spiele. Erst dann ist die Hinserie vorbei. Es sind also auch in der Hinrunde noch viele Punkte zu vergeben, von denen wir möglichst viele einsammeln wollen. Die Tendenz bei uns geht in die richtige Richtung, aber wir müssen auch viel dafür zu tun, damit wir den Abstand nach oben weiter verkürzen, und den Vorsprung nach unten weiter ausbauen können.

…das Pokalspiel gegen Osnabrück: Mit einem guten Gefühl in die kurze Weihnachtspause zu gehen, würde natürlich guttun. Aber die die Mannschaft war und ist gefestigt. Das ist gut und wichtig. Ich habe sie immer so erlebt, dass sie Situationen gut einordnet. Das war auch in der Phase so, als wir nicht so viel gepunktet haben. Ich mache mir deshalb keine großen Sorgen, dass die Niederlage gegen Leverkusen die Mannschaft jetzt insgesamt weit zurückwerfen wird. Sie ist sehr erwachsen, wenn es darum geht, Niederlagen, aber auch Siege richtig zu bewerten und einzuordnen. Ich würde es mir für die Mannschaft und die Fans wünschen, dass sie alle mit einem guten Gefühl in die Weihnachtstage gehen können. Das hätten sie verdient. Und auch für mich selbst würde ich mir das wünschen. Wir werden inklusive dem DFB-Pokalspiel alles dafür tun, damit es auch so kommt. Wir wollen unbedingt in die nächste Pokalrunde einziehen. Auf dem Papier sieht es vielleicht leicht aus, ist es aber nicht. Aber vorher müssen wir uns sowieso erstmal gegen den Tabellendritten der Bundesliga behaupten.

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