Profis | 19.12.2019

Vor Bremen

Heldt: „Wir müssen auf dem Boden bleiben“

Nach dem 4:2-Sieg bei Eintracht Frankfurt sprach FC-Geschäftsführer Sport Horst Heldt über die Energieleistung nach frühem Rückstand, den Einsatz von Nachwuchsspielern und das bevorstehende Heimspiel. Aufgrund der englischen Woche fand vor dem Spiel gegen Werder Bremen keine Pressekonferenz statt.

Nach dem Training sprach Horst Heldt am Geißbockheim über:

… die Stimmung nach dem Sieg: Heute bin ich mit dicken Augen aufgewacht, weil die Nacht in der Tat kurz war. Wir sind spät nach Hause gekommen. Die Mannschaft hat auch wenig geschlafen, aber ein Lächeln war trotzdem vorhanden heute.

… die Wende im Spiel gegen Frankfurt: Ich habe daran geglaubt, dass die Mannschaft das Spiel drehen kann. Es war erkennbar, dass es möglich ist, wenn wir unsere Tugenden, wie schon gegen Augsburg und Leverkusen, an den Tag legen. Es ist ärgerlich, dass wir zu leicht die Tore bekommen und zu viele Fehler bei Standards gemacht haben. Das müssen wir abstellen. Es war aber trotzdem spürbar, dass man Möglichkeiten hat, etwas mitzunehmen. Da war der Anschlusstreffer vor der Halbzeit aus meiner Sicht extrem wichtig. Wir hatten vorher schon Möglichkeiten, die wir leider nicht sauber ausgespielt haben. Gründe für den Sieg waren, dass wir nicht aufgegeben und alles reingeworfen haben. Die Mannschaft war hellwach und fokussiert und wollte unbedingt die drei Punkte mitnehmen.

… die sportliche Situation: Es war ein Dreier, den wir auf dem Weg zu unserem Ziel, die Klasse zu halten, gerne mitnehmen. Aber mehr auch nicht. Es ist wichtig, alles immer im richtigen Maße einzuordnen. Der Trainer hat es ja gestern auch schon auf bei der Pressekonferenz gesagt: Die Tabelle interessiert uns nicht. Natürlich ist es schöner, wenn man über dem Strich steht. Aber die Tabelle hat vor vier Wochen keine Aussagekraft für uns gehabt und sie hat auch jetzt keine. Wir sind noch lange nicht durch und brauchen auch nicht zu denken, dass das jetzt am Samstag ein leichtes Spiel wird. Wir müssen uns immer wieder neu beweisen. Vielleicht haben wir jetzt ein bisschen Selbstsicherheit bekommen, weil wir phasenweise viel besseren Fußball gespielt haben. Wir müssen weiter als Team agieren, alle zusammen. Da ist jeder gefordert.

… über das Heimspiel gegen Bremen: Bremen will am Samstag viel gut machen aus den letzten Spielen, das wird eine verdammt schwierige Aufgabe für uns. Natürlich wäre es schön, wenn wir nochmal Punkte mitnehmen könnten. Das wollen wir auch und das geht nur so, wie die Mannschaft es in den letzten beiden Spielen gezeigt hat. Wenn wir auch nur einen Prozentpunkt weniger in die Waagschale werfen, dann werden wir eines Besseren belehrt werden. Bremen hat Qualität, auch wenn sie zuletzt zweimal hoch verloren haben. Ich bin dennoch optimistisch, vor allem zu Hause und in Verbindung mit unseren Fans. Die Leute merken, dass die Mannschaft unbedingt will. Es ist wichtig, dass der Funke wieder überspringt und dass die Fans uns wieder unterstützen. So wie wir es in Frankfurt haben erleben dürfen.

… über Cheftrainer Markus Gisdol: Markus marschiert ganz hervorragend vorne weg. Er hat die notwendige Klarheit und Ruhe, die man in so einer Situation braucht. Er lässt sich nicht von einzelnen Ergebnissen treiben, das ist ganz wichtig. Er macht wie viele andere einen guten Job. Wir hatten von Beginn an eine schwere Aufgabe. Da brauchen wir auch Geduld und müssen alles richtig einordnen. Sowohl Niederlagen als auch Siege. Wir tun alle gut daran, wenn wir auf dem Boden bleiben.

… über den Einsatz der Nachwuchsspieler und die Leistung von Florian Kainz: Es ist entscheidend, dass man eine gute Mischung findet. Wenn ein 17-Jähriger seine Leistung bringt und sich anbietet, dann hat er genauso eine Berichtigung zu spielen, wie ein 30-Jähriger. Jeder hat die Möglichkeit, sich über Trainingsleistung anzubieten. Das Leistungsprinzip muss im Vordergrund stehen. Ich möchte eigentlich niemanden herausheben, aber Florian Kainz ist vielleicht jemand, der in den letzten Wochen ein paar Negativerlebnisse hatte, aber gestern war er dann da, als er reingekommen ist. So muss Teamsport aussehen, das muss für jeden der Maßstab sein. Wenn man eine gute Mischung hat, dann können sich die Jüngeren auch besser entfalten.

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