Profis | 14.10.2016

Marco Höger im GeißbockEcho

"Hier ist auf jeden Verlass"

Mit dem Wechsel zum 1. FC Köln hat sich für Marco Höger ein Kindheitstraum erfüllt. Im GeißbockEcho spricht er über den speziellen Kölner Mannschaftsgeist, väterliche Ratschläge und Sandburgenbau mit Marcel Risse.

Marco, stimmt es, dass du in deiner Familie nicht der Erste bist, der beim FC spielt?

Ja, mein Opa Herbert Höger hat auch mal hier gespielt, in der Jugend. Er ist jetzt Ende 70, es ist also schon etwas länger her. In den 1950er-Jahren müsste das gewesen sein.

Hat er dir nie von seiner FC-Zeit erzählt?

Doch, klar. Aber da war hier noch alles ­anders, damals gab es ja noch nicht mal die Bundesliga. Mein Opa war Torwart und wohl auch ganz gut. Er ist verletzungsbedingt nicht so weit gekommen, aber schon sehr stolz darauf, beim 1. FC Köln gewesen zu sein.

Was hat er gesagt, als du ihm erzählt hast, dass du in seine Fußstapfen trittst und auch zum FC gehst?

Er hat sich sehr für mich gefreut. In meiner Familie sind alle FC-Fans. Deshalb waren alle begeistert. Auch der Großteil meiner Freunde ist mit dem FC-Virus infiziert.

Dann gibt es bestimmt einige Anfragen von Leuten, die gerne ein FC-Trikot mit dem Namen Höger hätten?

Ich kriege viele Anfragen, so viele, dass ich wohl das ganze Stadion einkleiden könnte (lacht). Aber ich habe bisher noch nicht mal selber ein FC-Trikot von mir, weil ich sie bisher alle getauscht habe.

War dein Großvater in dieser Saison schon im RheinEnergieSTADION?

Er war schon öfter beim Training, aber noch nicht im Stadion. Meiner Oma geht es nicht mehr so gut, sie sitzt im Rollstuhl, da ist es etwas beschwerlicher mit dem Stadionbesuch. Deshalb bleibt mein Opa am Wochenende lieber bei ihr und guckt sich den FC bei sich zu Hause in Köln-Buchforst im Fernsehen an.

Hattest du den FC schon immer als ­potenziellen Arbeitgeber im Kopf?

Auf jeden Fall. Ich habe immer gesagt, dass ich gerne mal für den FC spielen ­würde. Deshalb gab es für mich bei der Anfrage auch nicht viel zu überlegen. Die meisten Fußballer träumen davon, einmal in ihrer Heimat zu spielen, zu Hause zu sein und die Euphorie in ihrer Stadt mitzuerleben. Auch wenn ich immer gerne auf Schalke gespielt und mich auch mit dem Verein identifiziert habe – im Heimatverein ist das noch mal ein Stück anders.

Das heißt, du hast in all den Jahren ­immer nach Köln geschielt?

Ich war sogar ab und zu mal im Stadion. Wann immer ich konnte, habe ich den FC angeschaut, auch im Fernsehen. Da habe ich mitbekommen, wie sich der Verein ­stetig weiterentwickelt. Dass sich der Verein nach dem Aufstieg in der Bundesliga etablieren konnte, hat mich extrem gefreut und in dem Wunsch bestärkt, hierher zu kommen.

Wieso hat es nicht schon viel früher mit dem FC und dir geklappt?

Als ich elf Jahre alt war, hätte ich zum FC wechseln können. Ich habe damals beim TuS Höhenhaus gespielt und ein paar ­Probetrainings bei größeren Clubs gehabt, auch hier am Geißbockheim. Damals wäre es aber noch so gewesen, dass meine Eltern mich jeden Tag zum Training hätten bringen müssen. Und das war vom Rechts­rheinischen einfach zu weit für sie, bei der ­katastrophalen Verkehrssituation, die wir hier in Köln haben. Zum Trainingsgelände von Bayer Leverkusen waren es von mir zu Hause nur 15 Minuten mit dem Linienbus. Deswegen bin ich damals dorthin gegangen.

In Höhenhaus und in Leverkusen hast du mit Marcel Risse zusammengespielt. Hattet ihr eine besondere Verbindung?

Ja, und das nicht nur, weil wir beide in Leverkusen gespielt haben, aber eigentlich FC-Fans waren. Auch unsere Eltern haben sich gut verstanden, unsere Väter haben zusammen bei den Alten Herren in Kalk gespielt. Dass wir eines Tages zusammen als Profis beim FC sein würden, haben wir nicht geahnt.

Hier geht's zum kompletten Interview.

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12 1. FC Union Berlin 20
13 1. FC Köln 20
14 Hertha BSC 19

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