Profis | 02.12.2020

FC-Profi im Gespräch

Jakobs: „Müssen noch mutiger sein“

Am Mittwochvormittag stand für die FC-Profis Training auf dem Programm. Nach der Einheit sprach Ismail Jakobs über den Sieg in Dortmund, das neue Spielsystem und seine Rolle im Team.

Ismail Jakobs sagte über…

… sein Gefühl nach dem Sieg in Dortmund: Es war schon eine lange Zeit ohne Sieg, deswegen ist es natürlich ein schönes Gefühl. Aber man darf das Spiel jetzt auch nicht überbewerten. Wir bereiten uns ganz normal auf Wolfsburg vor und denken nicht die ganze Zeit, was das für ein toller Sieg war. Natürlich war es für den Kopf und die Tabelle enorm wichtig. 

… das neue System: Dadurch standen wir stabil und hatten mit zwei schnellen Außenbahnspielern die Möglichkeit, über außen zu kommen. Für mich ist das läuferisch nochmal deutlich mehr Aufwand. Aber das ist mir egal – ich spiele die Position einfach gerne.

…den Kampfgeist gegen Dortmund: Wir stecken im Abstiegskampf, deswegen sollten wir in jedem Spiel diese Leidenschaft und diesen Kampfgeist haben. Wir haben gezeigt, dass wir es können und müssen das aber in jedem Spiel beweisen. Das Gleiche gilt für unsere Leistung. 

… den Unterschied zum Union-Spiel: Der Unterschied ist, dass Dortmund mehr Ballbesitz hatte. Sie haben das Spiel gemacht und wir waren die Mannschaft, die kontern musste. Vielleicht liegt uns das mehr. Auch gegen die Bayern hatten wir weniger Ballbesitz und haben ähnlich gut gespielt. 

… seine Torgefährlichkeit: Ich denke, dass ich aus meinen Chancen mehr machen müsste. Ich bin in dieser Saison oft durchgekommen und habe dann die falschen Entscheidungen getroffen. Da muss ich mich weiterentwickeln, das ist aber ein Prozess. Ich glaube, dass das mit der Erfahrung und der Spielpraxis kommen wird und dass ich dann mehr richtige Entscheidungen treffen werde.

… fehlende Chancen aus dem Spiel heraus: Gegen Dortmund hatten wir nicht nur die zwei Standard-Chancen. Wir haben die ganze Saison mit einem Stürmer gespielt und gegen den BVB hatten wir jetzt keinen Stürmer drin. Was besser oder was schlechter ist, kann ich nicht beurteilen. Grundsätzlich müssen die Abläufe nach vorne noch sauberer werden, wir müssen mutiger sein und die Konter besser ausspielen. 

… seine Rolle im Team: Ich will in dieser Saison noch mehr Verantwortung übernehmen. In meinen offensiven Aktionen muss ich auch mal egoistischer werden und selbst das Spiel in die Hand nehmen. 

… das Zusammenspiel mit der „falschen Neun“, Ondrej Duda: Es war generell eine ganz neue Anordnung. Wir haben es relativ schnell hinbekommen, sie umzusetzen. Mit Ondrej hatten wir vorne einen Spieler mit großer Spielstärke. Auch im Mittelfeld waren wir gut besetzt und hatten Fußballer auf dem Platz, mit denen man kombinieren kann.

… Dortmund als mögliche Trendwende: In der vergangenen Saison haben wir auch nicht wirklich dran geglaubt, deswegen möchte ich jetzt nicht zu euphorisch werden und alles realistisch sehen. Wenn wir weiter dieses Engagement wie gegen Dortmund liefern, dann ist es durchaus möglich, dass wir nochmal so eine Serie starten.

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PL.VereinPkt.
14Hertha BSC21
151. FC Köln21
161. FSV Mainz 0518

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