Profis | 24.08.2018

Interview im GeißbockEcho

Louis Schaub: A bisserl ruhiger

Sieben Testspiele, davon fünfmal Startelf und einmal ­eingewechselt. Drei Pflichtspiele, dreimal Startelf samt Tor im Pokal. Louis Schaub ist in Köln angekommen – sportlich und privat. Er behält im betriebsamen und teils hektischen Mittelfeld die Kontrolle. Dabei bevorzugt er abseits des Platzes eher ein anderes Umfeld.

Louis, dein Wechsel zum FC hat schon früh während der Rückrunde der Vorsaison festgestanden. Was waren die ausschlaggebenden Gründe?
Für mich stand schon immer fest, dass ich gerne einmal in Deutschland spielen möchte. Der 1. FC Köln ist einer der größten Vereine in Deutschland und sehr bekannt in Österreich. Durch die vergangenen Jahre unter Peter Stöger hat der FC noch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Als dann das Angebot aus Köln kam und die Gespräche sehr angenehm und positiv verliefen, stand meine Entscheidung schnell fest.

Welche Rolle hat der drohende Abstieg des FC ­gespielt?
Keine. Als der Kontakt in der Rückrunde zustande kam, war der FC bereits Letzter und die Rettung ­ziemlich weit entfernt. Davon habe ich meine Entscheidung aber nicht abhängig gemacht. Für mich war viel wichtiger, ob ich mich mit dem Club identi­fizieren kann. Darüber hinaus hat das Gesamtpaket mit der Stadt, den Fans und der Tradition einfach ­gepasst.

Der Wechsel nach Köln war dein erster im Profi­bereich. Wann ist dieser Entschluss in dir gereift?
Ich bin für mich an den Punkt gekommen, an dem ich etwas Neues machen musste – um auch den nächsten Schritt meiner Entwicklung zu gehen. ­Zuletzt hatte ich in Wien das Gefühl, dass ich ein ­wenig auf der Stelle trete, was meine Entwicklung angeht. Da können eine neue Umgebung, ein neues Trainerteam und neue Mitspieler schon hilfreich sein, um weiterzukommen. Dessen war ich mir sicher und habe dann entschieden, diesen Sommer diesen Schritt zu gehen.

Hast du dir von Trainern oder Mitspielern in der Nationalmannschaft Informationen über den FC eingeholt?
Mit Kevin Wimmer habe ich im Sommer kurz über den FC gesprochen. Er hat nur Positives berichtet. Aber zu diesem Zeitpunkt stand mein Wechsel bereits fest. Trotzdem hat das die Vorfreude natürlich noch gesteigert.

Am 22. August hat dein Sohn Nino seinen ersten Geburtstag gefeiert. Inwiefern hat euer Nachwuchs die ­Entscheidung beeinflusst, euren Lebens- und ­Arbeitsmittelpunkt nach Köln zu verlegen?
Vor einem Jahr wäre ein Umzug sicher nicht so einfach gewesen (lacht). Kurz vor einer Geburt braucht man keinen Umzugsstress und die Umstände, die ­damit verbunden sind. Jetzt ist die perfekte Phase für einen Umzug gewesen. Unser Sohn geht noch nicht in den Kindergarten, hat natürlich auch noch keinen Freundeskreis, aus dem man ihn rausnehmen würde. Daher hat das jetzt gut gepasst. Wir haben alles in der Familie besprochen und waren uns einig, dass meine Freundin und mein Sohn sofort mit­kommen – es ist sehr wichtig für mich, dass sie bei mir sind.

Wie habt ihr euch in Köln eingelebt?
Sehr gut. Wir haben eine schöne Wohnung gefunden und jetzt, da die Küche eingebaut ist, wird es auch beim Kochen unkomplizierter (lacht). Das ist schon wichtig, dass man – besonders mit einem kleinen Kind – die Wohnung komplett eingerichtet hat. In der Nähe wohnen Chrille und Rafa (Christian Clemens und Rafael Czichos, Anm. d. Red.), und wir unter­nehmen in der Freizeit vieles gemeinsam. Dazu passt es perfekt, dass der Sohn von Rafa nur sechs Tage jünger ist als Nino.

Privat in Köln angekommen und sportlich scheint es auch zu passen. Wie beurteilst du deine bisherigen Leistungen?
Na ja, ich bin schon froh, dass ich in Berlin ein Tor ­gemacht habe. Insgesamt ist sicher noch Luft nach oben, aber daran arbeiten wir ja als Team. Die Mannschaft hat mich super aufgenommen und ich fühle mich total wohl. Als Mannschaft finden wir auch ­immer mehr zusammen. Das Gute in unserer Situation ist, dass wir mit einem neuen Trainerteam und vielen neuen Spielern alle auf dem gleichen Level die Saison begonnen haben. Da ist es normal, dass es etwas Zeit braucht, um alles optimal umzusetzen. Ich sehe uns aber schon auf einem sehr guten Weg, den wir gegen Aue bestätigen wollen.

Das komplette Interview gibt es hier oder in der GeißbockEcho-App für Apple und Android.

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Louis Schaub GeißbockEcho
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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36