Profis | 19.09.2020

Gegentor in der Nachspielzeit

Späte Niederlage für den FC

Trotz engagierter Leistung hat der 1. FC Köln sein Auftaktspiel in der Bundesliga mit 2:3 gegen Hoffenheim verloren. Der FC kam zweimal nach Rückstand zurück und war in der zweiten Hälfte das bessere Team. Doch in der vierten Minute der Nachspielzeit erzielten die Gäste den Siegtreffer.

Der 1. FC Köln ist trotz einer vor allem in der zweiten Hälfte guten Leistung mit einer knappen 2:3-Niederlage gegen Hoffenheim in die Bundesliga-Saison 2020/21 gestartet. Vor leeren Rängen im RheinEnergieSTADION glich FC-Neuzugang Sebastian Andersson Mitte der ersten Hälfte die frühe Hoffenheimer Führung aus, ehe Kramaric kurz vor der Halbzeit per fragwürdigem Strafstoß zum 1:2 traf. Im zweiten Durchgang glich der FC durch Drexler spät aus, ehe Hoffenheim wieder durch Kramaric in der Nachspielzeit der Siegtreffer gelang.  

Mit zwei Neuzugängen in der Startelf startete der FC in seine 49. Bundesliga-Saison: Sebastian Andersson und Ondrej Duda feierten gegen die TSG ihr Pflichtspieldebüt mit dem Geißbock auf der Brust. Sie spielten im Vergleich zum Pokalspiel anstelle von Salih Özcan und Dominick Drexler. Insgesamt nahm Cheftrainer Markus Gisdol vier Änderungen vor. Sebastiaan Bornauw spielte für Jorge Meré, Marco Höger ersetzte als Rechtsverteidiger den verletzten Benno Schmitz.

FC-Neuzugang Andersson trifft

Die Partie begann für den FC denkbar ungünstig. Es lief die dritte Spielminute, als ein Rückpass von Jonas Hector auf Timo Horn zu kurz geriet. Kramaric ging dazwischen, kam vor dem herauseilenden FC-Schlussmann an den Ball und schob zur Gästeführung ins leere Tor ein. Der FC hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Hoffenheim spielte weiter gefährlich nach vorne. Innerhalb kürzester Zeit bewahrte Timo Horn den FC nach Abschlüssen von Kramaric und Kaderabek mit zwei starken Paraden vor einem höheren Rückstand. Es dauerte bis zur 22. Minute, ehe der FC das erste Mal gefährlich vor das Hoffenheimer Tor kam. Jan Thielmann flankte von links mit Schnitt vor das Tor, wo Andersson den Ball aus sechs Metern zum 1:1 ins Tor köpfte. Ein glänzender Einstand für den schwedischen Neuzugang in seinem ersten Spiel für den FC.

Rückstand nach fragwürdiger Elferentscheidung

In der Folge gestaltete das Team um FC-Kapitän Jonas Hector die Partie ausgeglichen. In beiden Strafräumen passierte aber bis kurz vor der Pause nichts Nennenswertes – bis Baumgartner im FC-Strafraum Czichos auf den Fuß trat und fiel. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied nach Rücksprache mit dem Videoassistenten dennoch auf Elfmeter. Eine fragwürdige Entscheidung. Kramaric verwandelte den Strafstoß, sodass es mit einer knappen Führung für die Gäste in die Halbzeit ging.

Trotz dieses Rückschlags war der FC zu Beginn des zweiten Durchgangs feldüberlegen. Zunächst rettete Hoffenheims Torwart Baumann mit einem starken Reflex gegen Andersson, kurz darauf dribbelte sich Duda sehenswert in den Sechzehner. Sein Schuss flog jedoch über das Gehäuse. Danach passierte lange Zeit nur wenig. Beide Abwehrreihen standen sicher. Zehn Minuten vor Schluss zog Duda von der Strafraumgrenze ab, doch Baumann lenkte den Ball nach außen ab. Der FC suchte nach Lücken und versuchte vor allem über die Außen, immer wieder gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. In der 86. Minute belohnte sich der FC für seine Bemühungen. Özcan bediente mit einem Freistoßheber Andersson, dessen Kopfball Baumann noch an den Innenpfosten lenkte. Der eingewechselte Dominick Drexler lauerte auf den Abpraller und traf aus fünf Metern zum verdienten 2:2-Ausgleich. Als alles bereits nach einer Punkteteilung aussah, kam Kramaric im Strafraum plötzlich aus 15 Metern zum Schuss erzielte den späten und etwas glücklichen Siegtreffer für die Kraichgauer.   

Am kommenden Samstag, 19. September, geht es für den FC auf der Bielefelder Alm weiter. Dann ist das Team von Markus Gisdol am zweiten Spieltag der Bundesliga-Saison 2020/21 zu Gast bei Aufsteiger Arminia Bielefeld.  


Statistik zum Spiel

1. FC Köln: Horn – Höger (46. Ehizibue), Bornauw, Czichos, J. Horn – Skhiri (85. Sörensen), Hector – Rexhbecaj (71. Özcan), Duda (88. Katterbach), Thielmann (71. Drexler) – Andersson

TSG Hoffenheim: Baumann – Adams, Vogt, Bicakcic – Akpoguma (90. + 4 Brenet), Geiger (76. Belfodil), Samassekou (76. Gacinovic), Kaderabek – Baumgartner, Dabbur (62. Bebou), Kramaric

Tore: 0:1 Kramaric (3.), 1:1 Andersson (22.) 1:2 Kramaric (45.+2, Elfmeter), 2:2 Drexler (86.), 2:3 Kramaric (90. + 2)

Gelbe Karten: Bornauw, Duda, Hector

Schiedsrichter: Daniel Siebert

Videoschiedsrichter: Frank Willenborg

Zuschauer: keine
 

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15Hertha BSC3
161. FC Köln1
17FC Schalke 041