Profis | 20.01.2021

Stimmen zum Schalke-Spiel

Thielmann: „Hauptsache drin“

Nach dem Auswärtssieg auf Schalke äußerten sich neben den beiden Torschützen Rafael Czichos und Jan Thielmann auch Marius Wolf und Cheftrainer Markus Gisdol zur Partie.

Jan Thielmann: Der Sieg bedeutet heute enorm viel für uns, weil wir den Abstand auf Schalke vergrößern konnten und gleichzeitig Anschluss an Bielefeld gewonnen haben. Das ist gerade in dieser Phase der Saison sehr positiv für uns. Das freut uns alle sehr. Vor dem 2:1 war mein Kopf komplett ausgeschaltet. Ich habe nicht groß nachgedacht, mich voll auf den Schuss konzentriert. Ich weiß auch gar nicht mehr, wie und von wohin ich geschossen habe. Die Hauptsache ist, der Ball war drin.

Rafael Czichos: Anfang der zweiten Hälfte haben wir es verpasst, das 2:0 zu machen und haben uns dann selbst in die Bredouille gebracht durch den Schalker Ausgleichstreffer. Aber ich war mir sicher, dass wir noch Nadelstiche setzen können. Bei zwei Situationen haben wir es nicht gut ausgespielt, aber zum Glück hat die letzte Aktion dann dafür gesorgt, dass wir die drei Punkte mitnehmen. Jan ist ein absoluter Arbeiter. Wer ihn täglich im Training sieht, weiß, dass er alles dafür tut, um in der Bundesliga auf dem Platz zu stehen. Er ist eine kleine Kampfmaschine und hat heute super vollstreckt. Für mich war der Führungstreffer in der ersten Hälfte nach langer Zeit auch mal wieder ein Erfolgserlebnis, das mich sehr gefreut hat. Und für uns als Team war es eine Erleichterung, nach so langer Zeit wieder getroffen zu haben. Wir wussten, dass Standards heute extrem wichtig werden würden. Da waren wir im Spiel mehrfach sehr gefährlich. Wir haben kopfballstarke Spieler in unseren Reihen und die Standards kommen sehr gut von Jonas und Ondrej. Das macht es leichter, das Eckige zu treffen. 

Marius Wolf: Für den Kopf ist der Sieg unheimlich wichtig, aber zum Anschauen war es kein schönes Fußballspiel. Aber das ist Abstiegskampf, da ist scheißegal wie man die Punkte holt. Hauptsache, du holst sie. Wir haben die Druckphase der Schalker in der zweiten Hälfte überstanden, das ist uns in anderen Spielen nicht gelungen. Wir wollen die Punkte holen, egal wie. Da zählt es nicht, schön zu spielen, sondern einfach effektiv. Es ist im Abstiegskampf normal, dass Druck da ist. Für die vielen jungen Spieler in unserer Mannschaft ist das etwas Neues, da gilt es, den Druck von ihnen wegzunehmen. Und Jan hat das Spiel heute entschieden. Er ist ein guter Typ. Ich habe ihm schon vor dem Pokalspiel gegen Osnabrück gesagt, dass er auch nach Einwechslungen das Spiel entscheiden kann – und heute hat er es gemacht.

Markus Gisdol: Das ist ein toller Sieg für uns, keine Frage. Er wird der Mannschaft richtig guttun. Bis zum 1:1 war ich mit unserem Spiel zufrieden. In Sachen Laufwege und Besetzung der Box habe ich heute einen Fortschritt in der Mannschaft gesehen. Aber der Gegner hat uns mit seinen Dribblern Uth und Harit immer wieder vor Probleme gestellt. Nach dem 1:1 waren wir dann unter Druck. Zum Glück haben wir das 2:1 gemacht. Es ging hin und her. Die Wechsel mit frischen Spielern waren wichtig. Vor allem Harit war schwierig zu verteidigen mit seinem niedrigen Schwerpunkt auf diesem Boden. Wir haben es mit Mann und Maus verteidigt. Die Konter hätten wir früher besser ausspielen können. Dann wäre früher Schluss gewesen. Bei Rafa Czichos hat der Doc in der Halbzeit gesagt, dass es nicht weitergeht. Er hat muskuläre Probleme. Jannes Horn hat es auf seiner Position bravourös gemacht. Und bei Jan wussten wir, dass er eine gute Geschwindigkeit hat. Wir hatten spekuliert, dass er den nicht mehr so frischen Gegner entwischt. Das Tor macht er brutal cool. Super, wie er den verwertet.

Jetzt die Stimmen nach dem Sieg auf Schalke anschauen:

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13FC Augsburg23
141. FC Köln21
15Hertha BSC18

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