Nachwuchs | 01.06.2011

U17 bestreitet Finale in Bremen

Deutsche B-Junioren-Meisterschaft

In einem spannenden Halbfinale um die Meisterschaft der B-Junioren-Bundesliga hat sich der 1. FC Köln am Mittwochabend mit 3:2 (2:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim durchgesetzt.

Fabian Schnellhardt und Yannick Gerhardt brachten die Gastgeber vor einer tollen Kulisse im Kölner Franz-Kremer-Stadion zur Pause mit 2:0 in Führung. Nach dem Wechsel jedoch gelang den Gästen nach zwei Standardsituationen der 2:2-Ausgleich, so dass die Partie wieder völlig offen war. Neuerlich Gerhardt aber erlöste sein Team und die 3.100 Zuschauer mit dem Siegtreffer zum 3:2 in der 66. Spielminute.

„Bin überdimensional froh“


FC-Trainer Boris Schommers musste ein bisschen durchatmen, ehe er so recht begriff, was genau geschehen war. „Es ist schwer, wenige Minuten nach dem Abpfiff die richtigen Worte zu finden, doch ich kann sagen, das ich überdimensional froh bin im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft zu stehen. Die Jungs haben heute wieder bewiesen, was sie auszeichnet und das ist der enorm große Teamgeist, der Zusammenhalt.“

Schnellhardt markiert 1:0


Nachdem beide Mannschaften die ersten Minuten der Partie dafür benötigten, um sich an die vollbesetzten Ränge und die lautstarke Unterstützung zu gewöhnen, bewiesen die Kontrahenten, warum sie im Rennen um die Deutsche Meisterschaft bis ins Halbfinale gekommen waren. Hoffenheims Avdijaj verbuchte in der 12. Spielminute die erste aussichtsreiche Torchance, als sein Kopfball-Aufsetzer knapp über das Tor von FC-Keeper Daniel Mesenhöler titschte. Auf der Gegenseite tastete sich Mitchell Weiser (14.) im Anschluss an eine Ecke an sein Ziel, doch sein Kopfstoß vom kurzen Pfosten verpasste den TSG-Kasten ebenfalls knapp. FC-Spielmacher Fabian Schnellhardt nahm dann jedoch nach 20 Minuten genau Maß und schloss mit einem platzierten Schuss aus 17 Metern zum 1:0 für die Hausherren ab.

Gerhardt erhöht


Nur wenig später gelang Yannick Gerhardt im Anschluss an einen Freistoß von Mitchell Weiser, den TSG-Torwart zunächst noch sehr gut parierte, das Tor zum 2:0 (24.), und wiederum nach sehenswertem Solo von Weiser auf der rechten Außenbahn, hätte gar das 3:0 nach einer halben Stunde fallen müssen, doch Weisers Hereingabe fand im Sturmzentrum keinen Abnehmer. Den Schlusspunkt des ersten Durchgangs setzte TSG-Stürmer Karaman mit einem satten Schuss aus 15 Metern, doch Mesenhöler konnte den guten Abschluss im letzten Moment zur Ecke lenken.

1899 übernimmt Kommando


Nach dem Wechsel übernahm 1899 Hoffenheim das Geschehen im Franz-Kremer-Stadion. De Kölner vertendelten etwas leichtfertig die Bälle und fanden zunächst nicht mehr zu ihrem Rhythmus. Innerhalb von fünf Minuten konnten sie die Partie durch Tore nach Standardsituationen von Innenverteidiger Suele (47.) und Diebold (52.) ausgleichen und damit wieder völlig offen gestalten.

FC bleibt unaufgeregt


Die Kölner nahmen den herben Rückschlag zwar zur Kenntnis, blieben jedoch unaufgeregt und keinesfalls verunsichert. Im unmittelbaren Gegenzug nach dem 2:2-Ausgleich hätte der eingewechselte Lukas Scepanik die neuerliche FC-Führung erzielen können, doch der gegnerische Torhüter parierte mit den Fingerspitzen (53.). Das Team von Boris Schommers versuchte nun, nachdem es über spielerische Momente nicht mehr so gut zu funktionieren schien, über den Kampf zurück in die Partie zu finden. „Ein Spieler hat dem anderen geholfen, ihn unterstützt“, betonte Schommers den immens großen Zusammenhalt in dieser schwierigen Situation des Halbfinales. Belohnt wurden die Kölner dafür nach 66 Minuten. Fabian Schnellhardt brachte einen Freistoß aus halbrechter Position wunderschön präzise auf den zweiten Pfosten, Gerhardt wählte den perfekten Laufweg und köpfte aus spitzem Winkel zum 3:2-Siegtreffer in die Maschen.

Schlussphase hat es in sich


Die Hoffenheimer gaben sich aber längst noch nicht auf. Insbesondere in den letzten zehn Minuten verbuchte die TSG durch Etzold, Karaman und Thermann noch richtig gefährliche Abschlüsse, die ihr Ziel nur um wenige Zentimeter verfehlten. Dann aber pfiff Schiedsrichter Robke ab und der Finaleinzug der U17 war perfekt.

Werder siegt mit 6:5


Am Sonntag kämpft der 1. FC Köln nun um 11 Uhr beim SV Werder Bremen um den deutschen Meistertitel. Die Bremer lieferten sich im zweiten Halbfinale beim VfB Stuttgart ein noch engeres Spiel und konnten sich letztlich mit 6:5 nach Elfmeterschießen durchsetzen, nach es nach regulärer Spielzeit 1:1 und nach der Verlängerung 2:2 gestanden hatte.

LiveTicker am Sonntag

Als besonderen Service für alle FC-Fans, die nicht vor Ort dabei sein können,  wird das U17-Finale um die Deutsche Meisterschaft zwischen dem 1. FC Köln und dem SV Werder Bremen am Sonntag, 5. Juni 2011, ab 11 Uhr live aus Bremen beim FC-LiveTicker zu verfolgen sein.

Einen Tag Ruhe


Am Donnerstag werden sich die Kölner nun einen freien Tag und Ruhe gönnen, ehe der Fokus ab Freitag auf dem Endspiel liegt. „Die richtige Mischung muss gefunden werden, damit die Jungs den nötigen Abstand zum Fußball finden und sich dann wieder mit voller Kraft und Konzentration dem Spiel in Bremen zuwenden können“, erklärte Schommers.

1. FC Köln: Mesenhöler – Engelke , Schell, Müller, Berg (56. Schäfer) – Wiebe, Gerhardt – Budimbu (49. Scepanik), Schnellhardt, Weiser – Ban (64.La Monica)
'
TSG 1899 Hoffenheim: Penz – Yildirim, Suele, Seegert, Durmus (74. Thermann) – Diebold, Charrier (46. Etzold) – Özkan, Seegert (46. Kostic), Avdijaj (74. Selke) – Karaman

Tore:
1:0 Schnellhardt (20.), 2:0 Gerhardt (24.), 2:1 Suele (47.), 2:2 Diebold (52.), 3:2 Gerhardt (66.)

Zuschauer:
3100

FC-TV präsentiert die Highlights des Spiels:

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
12VfB Stuttgart0
121. FC Köln0
141. FSV Mainz 050