Profis | 04.02.2015

Nächster Gegner: VfB Stuttgart

Wiedersehen macht Freude

Sechs Monate Bundesliga-Abstinenz und Familienzeit hatte Huub Stevens nach dem Ablauf seines Vertrags beim VfB Stuttgart, bis es wieder „anfing zu kribbeln“. Nun ist er zurück auf der Bank der Schwaben.

Neue Saison, neuer Trainer, hohe Erwartungen – nach dem mit Unterstützung der ganzen Stadt erkämpften Klassenerhalt sollte im Sommer alles besser werden beim VfB Stuttgart. Mit Armin Veh kehrte zur neuen Saison der Trainer zurück, der den Verein 2007 zur Deutschen Meisterschaft geführt hatte. Doch der Start in die Saison verlief ernüchternd, nicht zuletzt mit einem 0:2 im ersten Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Schnell stand der VfB wieder dort, wo er nie mehr hinwollte: in der Abstiegszone. Im September trennte sich der VfB von Sportvorstand Fredi Bobic, Ende November legte auch Armin Veh sein Amt als Cheftrainer nieder.

Der Meistermacher geht

Als Nachfolger Vehs wurde dessen Vorgänger geholt: Huub Stevens. Zwei Tage, nachdem er im „Doppelpass“ am Sonntagmorgen seine generelle Bereitschaft zu einer Rückkehr in die Bundesliga signalisiert hatte, leitete er das VfB-Nachmittagstraining neben der Mercedes-Benz Arena. Fehlende Spritzigkeit und zu wenig Spaß identifizierte der Rückkehrer als Probleme des Teams – beides zurückzubringen, das ist nun der Auftrag für den „Knurrer aus Kerkrade“.

Dass er das kann, weiß man in Köln nur zu gut. Stevens war es, der das Team des 1. FC Köln nach dem Abstieg 2004 erfolgreich wieder aufbaute und mit 20 Siegen in 34 Spielen zurück in die Bundesliga führte. Dem Hamburger SV verhalf er in nur 15 Spielen vom Tabellen¬keller in den UI-Cup. Seine größen Erfolge feierte er allerdings mit Schalke: In sieben Jahren gewann er dort den Uefa-Cup und zweimal den DFB-Pokal. Zum Dank wählten ihn die Schalker Fans zu ihrem „Trainer des Jahrhunderts“.

Huub Stevens bringt also reichlich Referenzen mit zum VfB – und holte gleich Punkte. Acht waren es aus fünf Spielen bis zur Winterpause, damit schob sich das Team auf einen Nicht-Abstiegsplatz vor. Diese positive Tendenz soll in der Rückrunde gemeinsam mit dem neuen Sportvorstand Robin Dutt fortgeführt werden.

Feuerwehrmann und Erfolgstrainer

So früh wie kein anderer Bundesligatrainer startete Stevens mit seiner Mannschaft in die Rückrunden¬vorbereitung, denn die Mission Klassenerhalt könne nur durch harte Arbeit erreicht werden. Stevens sagte aber auch, dass er der Mannschaft den Spaß am Fußball zurückgeben wolle. Zum Rückrundenauftakt gegen Mönchengladbach zeigte das Team eine gute Leistung, dennoch verlor der VfB mit 0:1. Das zeigt: Es wird nicht leicht für Stevens, in den 16 verbleibenden Spielen das zu wiederholen, was ihm in Stuttgart schon einmal gelang.

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12 1. FC Union Berlin 20
13 1. FC Köln 20
14 Hertha BSC 19

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