Profis | 17.09.2019

Vorfall beim Derby

FC geht gegen Böllerwerfer vor

Der 1. FC Köln hat von der Polizei die Personalien des mutmaßlichen Böllerwerfers vom Samstag erhalten und wird nun alle dem Verein möglichen Schritte gegen ihn einleiten.

Der Böllerwurf im RheinEnergieSTADION kurz vor Ende des Spiels gegen Borussia Mönchengladbach schockiert und ärgert den 1. FC Köln massiv. Allen Betroffenen wünscht der FC eine schnelle und vollständige Genesung. „Wir haben bereits Kontakt zu ihnen aufgenommen oder werden dies tun, um sie zu unterstützen“, sagt FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. 

Dank des koordinierten und entschlossenen Eingreifens von Ordnern in Zusammenarbeit mit der Polizei konnte noch im Block ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Der 1. FC Köln hat am heutigen Dienstag von der Polizei Köln die Personalien des mutmaßlichen Böllerwerfers sowie eine sogenannte Anregung für ein Stadionverbot erhalten. Dieser Anregung wird der FC nach Abstimmung mit der Stadionverbotskommission umgehend folgen und ein Stadionverbot verhängen. 

Zudem wird der 1. FC Köln die Person für eine mögliche Verbandsstrafe des DFB in Regress nehmen. „Wir haben an diesem Punkt dank des von uns vor dem Bundesgerichtshof erwirkten Urteil in einem ähnlichen Fall 2014 Rechtssicherheit und werden unsere Ansprüche durchsetzen. Der Böllerwurf war ein krimineller Akt, für den es keinerlei Toleranz gibt und der hoffentlich auch strafrechtlich konsequent geahndet wird“, betont Wehrle. 

Der mutmaßliche Täter ist nach den derzeit vorliegenden Informationen weder Mitglied noch Dauerkarteninhaber beim 1. FC Köln. Ob er bei seiner Tat Unterstützer oder Mitwisser hatte, wird anhand der Videoaufnahmen aus dem Stadion derzeit intensiv geprüft. Der FC bittet Zeugen, sich beim 1. FC Köln oder direkt bei der Polizei zu melden. 

Vorwürfe gegen seinen Ordnungsdienst weist der 1. FC Köln in diesem Zusammenhang entschieden zurück. Alle Ordner, die während der Heimspiele im RheinEnergieSTADION eingesetzt werden, sind nach DFB-Kriterien ausführlich geschult und zertifiziert sowie einer Zuverlässigkeitsprüfung unterzogen worden. Vor dem Hintergrund, dass mindestens acht Geschädigte des Böllerwurfs Ordner sind und der Täter durch Ordner identifiziert und gestellt wurde, ist der haltlose Verdacht eines Fehlverhaltens des Ordnungsdienstes zynisch und unangebracht. 

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PL. Verein Pkt.
16 1. FSV Mainz 05 9
17 1. FC Köln 7
18 SC Paderborn 07 4

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