Profis | 16.02.2020

Stimmen zu Bayern

Gisdol: „Können viel aus dem Spiel mitnehmen“

Nach der 1:4 Niederlage des 1. FC Köln gegen Bayern München sprach NetCologne FC-TV mit Timo Horn, Markus Gisdol und Horst Heldt.

Timo Horn: „Das Spiel ging ganz schlecht los. Bayern hat losgelegt wie die Feuerwehr. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wenn du solchen Spielern so viel Raum lässt, spielen sie mit dir Katz' und Maus. Das haben wir in der Anfangsphase gesehen. Danach wurde es besser. Wir haben uns in der zweiten Hälfte vorgenommen, unsere Chancen in der Offensive zu suchen. Uns hat ein wenig das Glück gefehlt, in der Situation, als uns das Tor aberkannt wurde. Solche Dinger müssen rein, um das Stadion mitzunehmen und nochmal ranzukommen. Heute hat leider nicht alles gepasst, dann ist es schwierig gegen so eine Weltklasse-Mannschaft. Die Gegner gegen die wir punkten müssen, kommen in den nächsten Wochen. In den letzten Wochen war unser Problem, dass wir oft in den ersten Minuten nicht ganz wach waren. Heute haben wir gegen eine Mannschaft gespielt, die um die Meisterschaft kämpft und unter Zugzwang steht. Die haben sich nach den Ergebnissen gestern natürlich auch vorgenommen, das Spiel so schnell wie möglich zu entscheiden. Leider ist ihnen das gelungen.“

Markus Gisdol: „Wir müssen das Spiel teilen, in die erste und in die zweite Hälfte. In der ersten Hälfte hat Bayern unsere Lücken gut aufgedeckt. Man sieht, dass wir in einer Entwicklungsphase sind. Bayern ist eine Mannschaft, die aktuell wirklich absolutes Top-Niveau hat – europaweit gesehen. Wir waren zu passiv, haben nicht mutig genug durchgeschoben, um Zugriff zu kriegen. Das hat uns Bayern aufgezeigt. Die Jungs haben es natürlich nicht toll gefunden, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben. Ich auch nicht. Dann haben wir in der Pause gesagt: Abhaken. In der zweiten Halbzeit wollen wir besser auftreten. Und genau das haben wir gemacht. Ich glaube, wir können viel aus dem Spiel mitnehmen für die nächsten Wochen. Das Positive ist: Gerade solche Gegner zeigen dir genau, wo deine Lücken noch sind. Das ist schmerzhaft. Aber dem können wir auch wunderbar gegenüberstellen, wie es in der zweiten Hälfte gut funktioniert hat.“

Horst Heldt: „Der ein oder andere wird sich noch nicht hingesetzt haben, da stand es schon 0:1 oder 0:2. Wenn beim FC Bayern die Abläufe funktionieren, sie so konzentriert und aggressiv auftreten mit diesen individuell klasse Fußballern, ist es verdammt schwierig. So ist es leider Gottes passiert, dass wir keinen Zugriff bekommen und sie es exzellent gemacht haben. Dann liegen wir nach zwölf Minuten 0:3. Das ist schon ernüchternd, wenn du dir vornimmst, Paroli zu bieten. Wir wussten, dass wir einen Sahnetag brauchen, um Bayern weh zu tun. Das haben wir in der zweiten Hälfte sogar gemacht, da haben wir uns gesammelt und eine gute Partie abgeliefert. Es ist ein gutes Zrichen, dass unsere Fans das honoriert haben. Wir müssen über die Anfangsphase reden und die gute Leistung aus dem zweiten Durchgang mitnehmen. Wir haben uns in der zweiten Hälfte Chancen erspielt, das Tor gemacht und zwei Abseitstore erzielt. Der Auftritt in Hälfte zwei war absolut in Ordnung. Darauf müssen wir aufbauen. Wir wachsen an solchen Spielen.“

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
10FC Schalke 0437
111. FC Köln34
12Eintracht Frankfurt32