Profis | 18.05.2019

Milivoje Novakovic

Novakovic wird 40: Tore zum Geburtstag

Novagol, Nova oder einfach Mischo – für Milivoje Novakovic hatten die FC-Fans viele Namen. Kein Wunder: Der slowenische Stürmer ist einer der populärsten Spieler der jüngeren FC-Vergangenheit und hat dem 1. FC Köln einige unvergessliche Momente beschert. Am Samstag wird er 40 Jahre alt. Eine gute Gelegenheit, auf seine Karriere und einige Highlights beim FC zurückzuschauen.

Seine ersten Schritte als Fußballer machte Milivoje Novakovic in seiner Heimatstadt Ljubljana. Dort begannen seine Eltern Anka und Mitar, die Zeitungsberichte über die frühen Großtaten ihres Sohnes im Trikot von Olimpija Ljubljana auszuschneiden. Die Novakovics sind eine Sportlerfamilie. Während Milivoje als Fußballer hervorstach, fiel seine Schwester Slavica als talentierte Handballspielerin auf, deren Karriere nur aufgrund von Verletzungen kein internationales Level erreichte.

Stationen in Österreich

Im Alter von 19 Jahren wechselte Milivoje Novakovic nach Österreich, ins zwei Autostunden entfernte Klopeinersee. Im malerischen Kärnten lernte er nicht nur Deutsch, sondern auch, sich im Erwachsenenfußball zurechtzufinden. In den kommenden Jahren folgten Stationen bei den österreichischen Regionalligisten SAK Klagenfurt und ASK Voitsberg. Im Januar 2004 wechselte er auf Leihbasis zum SV Mattersburg, wo er sein Debüt in Österreichs erster Liga feierte und in sechs Spielen zweimal traf.

So machte er LASK auf sich aufmerksam, für die er in der zweiten österreichischen Liga acht Tore in 21 Spielen erzielte. Im Jahr darauf wechselte er nach Bulgarien, wo er Litex Lowetsch mit 19 Toren in den UEFA Cup schoss. Von dort verpflichtete ihn im Sommer 2006 der gerade erst in die 2. Bundesliga abgestiegene 1. FC Köln. Eine Delegation aus Claus Horstmann, Jürgen Glowcz und Wolfgang Overath kaufte den Angreifer aus seinem VErtrag in Bulgarien heraus, nachdem Lowetsch in der ersten Uefa-Cup-Runde ausgeschieden war.

Das Abenteuer beim FC beginnt

In Köln sollte Milivoje Novakovic die Blütephase seiner Karriere erleben. Doch seine Zeit beim FC begann nicht gerade erfolgreich. In den ersten 14 Spielen gelangen ihm nur zwei Tore. Mancher stempelte ihn bereits als Fehleinkauf ab. Aber spätestens ab März 2007 war diese Einschätzung komplett überholt. Novakovic beendete die Saison mit sieben Toren und drei Vorlagen in den letzten elf Spielen.

Ein Vorgeschmack auf das, was kommen sollte: In der Folgesaison schoss er den FC als Torschützenkönig mit 20 Treffern und acht Assists zurück in die Bundesliga. “Der Junge kann die Augen schließen und trifft trotzdem”, sagte Trainer Christoph Daum über den Publikumsliebling.

Dort machte Novakovic da weiter, wo er eine Liga tiefer aufgehört hatte: 16 Tore steuerte Novakovic, der 2008 zum Fußballer des Jahres gewählt wurde, zum Klassenerhalt bei. Gemeinsam mit seinem FC-Teamkollegen Miso Brecko war Novakovic auch für sein Land erfolgreich.

Qualifikation für die WM

Auch dank der fünf Tore von Novakovic schafften es die Slowenen, eine starke Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika zu spielen. In den Playoffs setzte sich Slowenien gegen Russland durch, mit Novakovic in der Startelf. Bei der WM waren Novakovic und seine Landsmänner nach zwei Spielen sogar Gruppenerster, sie schieden aber durch eine 0:1-Niederlage gegen England dennoch nach der Gruppenphase aus.

Legendärer Sieg gegen Bayern

Vom Jahr 2009 stürmte beim FC an Novakovics Seite ein gewisser Lukas Podolski. Während die Saison 2009/10 für Nova nicht nach Plan verlief (nur sechs Tore), knüpfte er im Folgejahr mit 17 Saisontoren wieder an seine vorherige Topform an. Im Februar 2011 trug sich dann im Müngersdorf jene legendäre Partie zu, die seitdem zur kollektiven Erinnerung der FC-Fans gehört: Der 3:2-Sieg gegen Bayern München – nach einem 0:2-Rückstand zur Pause. Nachdem Christian Clemens den Anschlusstreffer erzielte hatte, sicherte Novakovic dem FC mit zwei Toren den legendären Sieg.

Dank der offensive Wucht von Novakovic und Podolski, der in der damaligen Saison 13 Mal traf, schien der FC gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft zu haben. Aber in der folgenden Spielzeit wurde das Duo für längere Zeit auseinandergerissen: Eine Adduktorenverletzung zwang Novakovic zu einer dreieinhalbmonatigen Pause, die ihn neun Spiele in Folge verpassen ließ. Selbst Lukas Podolskis 18 Tore verhinderten nicht, dass der FC im Sommer 2012 den Gang in die 2. Bundesliga antreten musste.

Novagol erobert Japan

Mit dem Abstieg endete auch die Zeit von Milivoje Novakovic beim 1. FC Köln. Nach 176 Spielen und 82 Toren. Nova wurde nach Japan verliehen, zu Omiya Ardija. Es folgten Engagements bei Shimizu S-Pulse und Nagoya Grampus.

Zum Ausklang seiner Laufbahn kehrte Novakovic schließlich in seine Heimat zurück: Im Februar 2016 unterschrieb er bei NK Maribor, wo er in den letzten beiden Jahren seiner Karriere erst slowenischer Pokalsieger und dann Meister wurde. Ein würdiges Ende.

Alles Gute, Novagol!

Zur Feier des Tages hier einige Highlights aus Novas Zeit beim FC:


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PL. Verein Pkt.
16 1. FSV Mainz 05 9
17 1. FC Köln 7
18 SC Paderborn 07 4

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