Nachwuchs | 22.02.2021

Absage der UEFA Youth League

Ruthenbeck: Enttäuschung und Verständnis

Die U19 des 1. FC Köln hätte in diesem Jahr in der UEFA Youth League bei den Glasgow Rangers antreten sollen, das Nachwuchsturnier wurde allerdings abgesagt. U19-Trainer Stefan Ruthenbeck gibt einen Einblick in die Gemütslage seiner Spieler.

Die Absage der UEFA Youth League hat bei den Spielern der U19 des 1. FC Köln für geplatzte Träume gesorgt. Zunächst hatte die UEFA den Turniermodus durch die Corona-Einschränkungen angepasst, am vergangenen Mittwoch folgte schließlich die komplette Absage. FC.de sprach mit U19-Trainer Stefan Ruthenbeck über die Enttäuschung seiner Spieler und über das grundsätzliche Verständnis für die Entscheidung.

Stefan, die Absage der Youth League ist jetzt ein paar Tage her. Wie haben eure Spieler die Absage verkraftet?

Stefan Ruthenbeck:
„Die Jungs sind riesig enttäuscht, für sie ist ein Traum zerplatzt. Das war das Highlight in dieser Saison für sie. Die Jungs wollten unbedingt international spielen und auf der europäischen Bühne zeigen, was sie drauf haben. Es war das Ziel, auf das die Jungs im schwierigen Corona-Jahr die ganze Zeit hingearbeitet haben. Wir sprechen von Jungs zwischen 16 und 19 Jahren, die große Ziele und Träume haben. Bisher steht nicht fest, ob die Youth League im nächsten Jahr nachgeholt werden kann. Für einige Jungs wird die Chance europäisch zu spielen, nicht wiederkommen. Mit dieser Enttäuschung müssen sie jetzt umgehen – und wir helfen ihnen dabei, versuchen uns auf die Dinge zu konzentrieren, die wir beeinflussen können und setzen uns neue Ziele.“

Hat euch die Absage überrascht?

„Wir hatten eine Zeit lang befürchtet, dass es zu einer Absage der Youth League kommen würde. Aber die UEFA hatte an diesem Wettbewerb festgehalten und ihn modifiziert. Es gab die Auslosung, die per Livestream übertragen wurde, und ein ausgearbeitetes Hygienekonzept für die Clubs. Deswegen sind wir und unsere Jungs davon ausgegangen, dass der Wettbewerb stattfinden wird. In dieser Phase war die Absage dann doch überraschend. Was die Enttäuschung bei den Jungs angeht, wurde die Fallhöhe durch die Vorbereitungen und die damit verbundene Vorfreude natürlich größer. Das soll keine Kritik an der grundsätzlichen Entscheidung sein. Die Gesundheit steht an erster Stelle und der Fußball muss natürlich zurücktreten, wenn die UEFA die Umsetzung aus gesundheitlichen Aspekten nicht für durchführbar betrachtet. Das bedeutet, die Entscheidung mag ja vollkommen richtig sein, aber wie die Phase vorher abgelaufen ist, hat es den Jungs nicht einfach gemacht.“

Wie geht es jetzt weiter?

„Wir trainieren unter Hygieneauflagen und hoffen, dass die Infektionszahlen in der Gesellschaft weiter zurückgehen und darauf, dass wir bald wieder in der Meisterschaft antreten dürfen. Bisher konnten wir nur drei Ligaspiele absolvieren. Die Jungs arbeiten im Training fleißig, aber den Wettkampf ersetzt das nicht. Alle von ihnen haben den Wunsch, es in den U21-Kader oder zu den Profis zu schaffen. Wir haben eine Verantwortung für die Jungs und versuchen, die Basis dafür zu schaffen, dass ihnen das gelingt – auch wenn die Rahmenbedingungen durch das Corona-Virus natürlich schwerer geworden sind.“

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16Hertha BSC26
171. FC Köln23
18FC Schalke 0413

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