Profis | 27.08.2019

Der Tag beim FC

Skhiri: „Die Leidenschaft hat mich beeindruckt“

Am Dienstag wurde beim 1. FC Köln zweimal trainiert. Zwischen den Einheiten sprach Neuzugang Ellyes Skhiri über sein Startelf-Debüt vor heimischem Publikum.

Bei 33 Grad wurde am Dienstag am Geißbockheim gleich zweimal trainiert. Am Vormittag ging es für die Profis zunächst für eine knappe Dreiviertelstunde in die Halle. Dort standen Athletik- und Kraftübungen auf dem Programm. Anschließend wurde draußen auf dem Rasen trainiert. Dort fand auch das Nachmittagstraining statt. Marco Höger verpasste die zweite Einheit aufgrund von muskulären Problemen, außerdem setzten am Dienstag Birger Verstraete (Knieprobleme), Marcel Risse (Adduktorenprobleme) und Lasse Sobiech (krank) mit dem Mannschaftstraining aus. Cheftrainer Achim Beierlorzer: "Marcel hat gestern getestet, da haben wir gesagt, es macht heute im Sprint- und Athletiktraining keinen Sinn. Bei Birger ist es eine ähnliche Geschichte. Er hat eine Zyste im Knie, die gestern behandelt wurde. Deshalb lassen wir ihn heute raus, damit das super abheilt. Er wird auch am Mittwoch individuell trainieren. Ich bin aber guter Dinge, dass wir ihn am Wochenende zur Verfügung haben. Lasse ist einfach noch ein bisschen erkältet und noch nicht bereit für 100 Prozent Belastung."

Am Dienstagmittag sprach Ellyes Skhiri am Geißbockeim über…

… seine ersten Wochen beim FC: Ich habe mich sehr gut eingelebt, im Team herrscht ein guter Zusammenhalt. Mir kommt natürlich entgegen, dass mehrere Spieler hier Französisch sprechen können. Die Atmosphäre ist sehr heiter, sehr angenehm – gleichzeitig sind aber alle mit Leidenschaft dabei. Das gefällt mir sehr gut.

… die Umstellung auf ein neues Land: Ich wollte diesen Schritt machen, um als Fußballer und als Mensch zu wachsen. Und bisher bin ich sehr angetan.

… die Gründe für seine Entscheidung für den FC: Der FC ist nicht der Club, der in Frankreich am meisten in den Medien vorkommt. Den Namen kannte ich, aber vielmehr wusste ich ehrlich gesagt nicht über den FC. Aber ich habe mit meinen Beratern und den Leuten in meinem Umfeld gesprochen, sie haben mir gesagt, dass es ein großartiger Club mit großer Strahlkraft und Geschichte ist. Und genau das hat sich ja auch bestätigt, das habe ich hier von Beginn an erlebt.

… seinen Startelf-Einsatz gegen Dortmund: Ich habe mich gefreut, dass ich von Beginn an spielen darf und habe versucht, mein Bestes zu geben. Ich glaube, es ist für mich persönlich auch recht positiv gelaufen. Vor 50.000 Fans im Stadion auflaufen zu dürfen und dieses Herzblut, diese Leidenschaft der Leute für den FC zu spüren, hat mich sehr beeindruckt.

… seine Laufleistung gegen Dortmund (er lief mit 12,8 Kilometern mehr als jeder andere Spieler): Viel zu laufen und zu kämpfen ist ein Teil meiner Qualität. Ich habe versucht, das gegen Dortmund zu zeigen – obwohl ich noch nicht bei hundert Prozent bin. Ich hoffe natürlich, dass ich meine Qualität jetzt regelmäßig unter Beweis stellen kann.

… seine Stärken als Spieler: Ich bin jemand, der von der Leidenschaft und Laufstärke lebt. Ich glaube, ich habe meine Stärken im defensiven Zweikampf, beim Zurückerobern von Bällen. Ich mag das einfache Spiel, setze gerne meine Mitspieler in Szene und versuche einfach, einen guten Ball zu spielen. Ich den letzten Jahren habe ich vor allem auf der Sechs gespielt, sowohl in der Nationalmannschaft, als auch bei Montpellier. Ich bringe mich aber gerne ins Offensivspiel und bei der Spieleröffnung ein.

… seine Hobbys abseits des Platzes: Ich liebe die Natur. Ich führe eigentlich ein sehr einfaches Leben. Ich wohne hier in Köln mit meiner Frau, unserem Hund und unserer Katze. Und, das ist für einen Fußballer vielleicht ungewöhnlich: Als ich noch in Montpellier am Meer gewohnt habe, bin gerne angeln gegangen. 

… die Erfahrung, mit Tunesien bei der WM 2018 mitzuspielen: Es war ein Traum, der wahr geworden ist. Die WM ist der großartigste Wettbewerb im Fußball. Wir haben gegen England, Belgien und Panama gespielt. Es war eine fantastische Erfahrung.

… die Leistung gegen den BVB: Insgesamt war das schon ein guter Auftritt von uns. Wir waren phasenweise fast auf Augenhöhe und haben gezeigt, dass wir mithalten können. Aber zum Ende hin haben wir physisch nachgelassen und es gibt natürlich noch einige Dinge mehr, die wir verbessern müssen. Die Bundesliga ist an sich eine sehr enge Liga.

… die Verständigung mit seinen Mitspielern: Wie gesagt sprechen ja einige Mitspieler hier Französisch, das hilft natürlich sehr. Ansonsten komme ich mit meinem Englisch auch ganz gut durch. Es gibt keine Verständigungsprobleme. Aber Deutsch zu lernen ist natürlich ein Ziel von mir. Ich habe schon mit einer App angefangen zu lernen und der FC wird bald einen Deutschkurs anbieten, an dem ich teilnehmen werde.

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PL. Verein Pkt.
16 1. FSV Mainz 05 9
17 1. FC Köln 7
18 SC Paderborn 07 4

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