Profis | 12.05.2020

Tag am Geißbockheim

Terodde: „Wir fiebern dem Start entgegen“

Endlich wieder Fußball. Der 1. FC Köln startet nach der Corona-Pause mit einem Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 in die Restsaison. Mit einer Doppelschicht begann die Vorbereitung auf das erste Spiel im RheinEnergieSTADION ohne Zuschauer.

FC-Cheftrainer Markus Gisdol war der erste, der am Dienstagmorgen vom Dorint Hotel am Heumarkt zum Geißbockheim aufbrach. Wie im Konzept der „Taskforce Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ der Deutschen Fußball-Liga DFL vorgesehen, absolvieren die FC-Profis ein quarantäne-ähnliches Trainingslager bis zum ersten Spiel gegen Mainz und wohnen bis dahin zusammen im Hotel. Zum Training geht es täglich in den Grüngürtel.

Seit der Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings am vergangenen Donnerstag standen für die FC-Profis bisher vier Einheiten auf dem Programm, darunter ein internes Testspiel im leeren RheinEngergieSTADION am Samstag. Dabei wurde das Team über die spezifischen Abläufe rund um die Spiele aufgeklärt, die Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga sind. 

Mit Einheit Nummer fünf begann die Vorbereitung auf Mainz. Gisdol bat seine Mannschaft ins Franz-Kremer-Stadion, da aufgrund der weiter geltenden Infektionsschutzmaßnahmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert werden muss. Auf dem Platz müssen Kapitän Jonas Hector und seine Teamkollegen sich nicht mehr zurückhalten. Nach den Wochen des Home- und Gruppentrainings standen Spielformen auf dem Programm, um die Mannschaft gezielt wieder auf Wettkampflevel zu bringen. Am Nachmittag absolvierten die FC-Profis in Kleingruppen eine Krafteinheit in der Halle.

Zwischen den beiden Einheiten sprach Simon Terodde über:

…die Vorfreude über den Restart: Die ist richtig groß. Wir haben lange auf diesen Zeitpunkt hingearbeitet. Seit das Datum feststeht, fiebern wir diesem Tag entgegen.

…Fußball in Zeiten der Pandemie: Auch wir waren lange Zeit zu Hause, konnten nur im Homeoffice trainieren und dann lange in Kleingruppen. Jetzt werden wir alle drei, vier Tage getestet und es ist wieder Mannschaftstraining möglich. Ich bin froh, dass die DFL dieses Konzept ausgearbeitet hat. Es ermöglicht uns, zu spielen und endlich wieder unseren Beruf auszuüben. Auf diese Weise können wir Arbeitsplätze sichern und haben Vorbildfunktion für andere Sportarten. Wir haben die Chance, zu beweisen, dass für alle Menschen wieder Kontaktsport möglich ist.

…über Spiele ohne Zuschauer: Wir haben schon ein Geisterspiel mitgemacht, das kann von Vorteil sein. Drumherum ist gar nichts los. Das ist ein komisches Gefühl, man legt es aber schnell ab. Auf einmal merkt man: Jeder will der Bessere sein, wie früher auf dem Bolzplatz. Es geht viel mehr über Motivation. Wenn Du jemanden coachst, kommt das an, derjenige ist sofort da.

…über den Heimvorteil: Natürlich fehlen uns die Zuschauer. Aber wir sind in unserer Kabine, du siehst die roten Sitze. Ich denke schon, dass uns die gewohnte Umgebung hilft.

…über den Gegner Mainz: Wir wollen unsere Serie fortsetzen, gegen einen direkten Konkurrenten zu Hause gewinnen und unserem Ziel wieder ein Stück näherkommen. Uns erwartet ein unangenehmer Gegner mit guten Einzelspielern. Das haben wir in der Hinrunde zu spüren bekommen, als wir in Mainz verloren haben.
 

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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
131. FSV Mainz 0537
141. FC Köln36
15FC Augsburg36