Club | 08.04.2021

Mit Vorstand und Geschäftsführung

Virtueller Mitgliederstammtisch

Rund 1.000 FC-Mitglieder nahmen am Mittwochabend an einem virtuellen Mitgliederstammtisch teil. 90 Minuten lang standen das Präsidium und die Geschäftsführung des 1. FC Köln den Mitgliedern Rede und Antwort.

„Wir würden euch viel lieber physisch sehen, aber die Situation lässt leider nichts anderes zu, als das in dieser virtuellen Form zu machen. Wir freuen uns sehr, dass ihr alle teilnehmt“, begrüßte FC-Präsident Dr. Werner Wolf die rund 1.000 FC-Mitglieder. Am Mittwochabend fand der dritte virtuelle Mitgliederstammtisch mit dem FC-Vorstand und der Geschäftsführung seit Beginn der Corona-Pandemie statt.

FC-Mitglieder konnten im Vorfeld der Veranstaltung Fragen einreichen oder live während der Veranstaltung im Chat stellen. Thematisch drehte sich der Austausch schwerpunktmäßig um die sportliche und finanzielle Situation des Vereins, den geplanten Ausbau des Geißbockheims sowie die bevorstehende Mitgliederversammlung.

Sportliche Situation

FC-Geschäftsführer Horst Heldt beantwortete am Mittwoch viele Fragen rund um die sportliche Situation des FC: „Ich habe für alle Meinungen Verständnis. Wir sind im Abstiegskampf und das wird natürlich auch an Personen festgemacht. Wir wussten, dass wir in eine Saison gehen, die nicht einfach wird. Wir mussten zunächst den Kader verkleinern, um die Personalkosten zu senken und wussten, dass wir dadurch eventuell auch an Qualität verlieren. Markus Gisdol hat diesen Weg nie kritisiert, sondern die Situation, in der sich der Club befindet, bedingungslos angenommen. Das ist nicht selbstverständlich. Wir sind bis zum heutigen Tag davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt in dieser Konstellation schaffen.“

„Wir belasten keine Steuerzahler“

Im Hinblick auf die finanzielle Situation interessierte insbesondere die beantragte Landesbürgschaft. „Nachdem klar war, dass diese Saison keine Zuschauer im Stadion sein werden, haben wir im Januar eine Landesbürgschaft beantragt – ein Angebot des Landes NRW für Wirtschaftsbetriebe jeder Art“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle. „Bei der Landesbürgschaft ist es so, dass wir das Geld direkt über einen Kredit unserer Hausbank bekommen. Wir belasten damit also keine Steuerzahler. Es ist mir wichtig, das an der Stelle zu sagen. Wir arbeiten Tag und Nacht daran, dass wir weiterhin finanziell stabil sind.“

Beim Thema Finanzen interessierten sich die Mitglieder zudem für die Möglichkeit von Anteilsverkäufen. „Der Vorstand ist der Überzeugung, dass es auch ohne den Verkauf von Anteilen möglich ist, sich in der Bundesliga zu etablieren. Wir wollen weitere Erlösquellen finden und das vorhandene Geld besser investieren. Auch andere Vereine haben es in den vergangenen Jahren geschafft, ohne Investoren sportlichen Erfolg zu haben“, sagte FC-Vizepräsident Dr. Carsten Wettich.

Ausbau des Geißbockheims

Natürlich kam auch die Bedeutung der geplanten Geißbockheim-Erweiterung beim Mitgliederstammtisch zur Sprache. „Unsere Nachwuchsarbeit ist in den letzten Jahren herausragend gewesen. Man sieht, wie viele Nachwuchsspieler den Sprung zu den Profis geschafft haben. Deshalb haben wir es uns als Priorität gesetzt, die Rahmenbedingungen des Nachwuchsleistungszentrums zu verbessern“, sagte FC-Vizepräsident Eckhard Sauren. „Wir sind in einem konstruktiven Dialog mit der Politik, aber es bedarf weiterer Überzeugungsarbeit. Bei unserem letzten Dialog haben wir zum Abschluss eine Besichtigung des NLZ gemacht. Dabei haben alle gesehen, dass der Ausbau notwendig ist.“

Versand des FC-Sondertrikots

Die Mitglieder wandten sich auch mit Fragen zum Sondertrikot an die FC-Verantwortlichen. Für alle Dauerkarteninhaber, die auf eine Erstattung verzichtet und dem 1. FC Köln dadurch enorm geholfen haben, die Corona-Pandemie und ihre finanziellen Auswirkungen durchzustehen, war ursprünglich ein Trikotversand zu einem früheren Zeitpunkt geplant. „In Ägypten ist das passiert, was eigentlich nie passiert: Ein Schiff bleibt stecken. Unsere Trikots befanden sich auf einem der Schiffe dahinter und steckten ebenfalls im Sueskanal fest. Uns ist jetzt zugesichert worden, dass wir Anfang Mai mit dem Versand starten können“, sagte Alexander Wehrle und bedankte sich nochmals für die großartige Unterstützung der Dauerkarteninhaber. „Sobald wir wieder Zuschauer begrüßen dürfen und die Dauerkarteninhaber im Stadion sind, wird die Mannschaft auch in diesem Trikot spielen. Auf diesen Tag warten wir sehnsüchtig.“

„Wir verstecken uns nicht“

Auch zur bevorstehenden Mitgliederversammlung am 17. Juni 2021 äußerte sich das FC-Präsidium. „Wir haben uns frühzeitig dazu entschieden, dass wir in diesem Jahr an einem physischen Teil festhalten und zusätzlich einen virtuellen hinzufügen möchten“, sagte Dr. Carsten Wettich. „Es ist uns wichtig, dass alle Mitglieder, die aufgrund der Pandemie nicht in einen geschlossenen Raum wollen, teilnehmen können.“ Ein Programmpunkt wird dort auch die zukünftige Ausrichtung des Vereins sein. „Wie wir uns die nächsten fünf bis sechs Jahre vorstellen – welche Chancen und Risiken wir sehen – werden wir allen Mitgliedern zuerst bei der Mitgliederversammlung vorstellen. Wir freuen uns schon sehr auf diesen Termin“, sagte Dr. Werner Wolf. Der FC-Präsident ging auch auf den Wunsch der FC-Mitglieder nach einer größeren Sichtbarkeit des Vorstands ein und betonte, dass ein Austausch mit den FC-Fans jederzeit gewünscht sei: „Wir verstecken uns nicht, sondern machen unseren Job. Mit unseren Mitgliedern kommunizieren wir regelmäßig, zum Beispiel in unserem Newsletter “Post vom Präsidium”. Da machen wir genau das, was ihr euch wünscht: Berichten, womit wir uns derzeit befassen.“

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16DSC Arminia Bielefeld30
171. FC Köln29
18FC Schalke 0413

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