Profis | 07.01.2021

Pressekonferenz vor Freiburg

Gisdol: „Es ist ein Spagat“

Am Samstag ist der 1. FC Köln beim SC Freiburg zu Gast. Markus Gisdol und Horst Heldt sprachen vor der Partie über die Niederlage gegen Augsburg, das Formhoch des SCF und die Arbeit an der Offensive.

Markus Gisdol sagte über…

… die Niederlage gegen Augsburg: Wir haben das Spiel aufgearbeitet. Wenn ich es sachlich analysiere, haben zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegeneinander gespielt. Wir dürfen uns nicht vom Ergebnis treiben lassen. Wir hätten gerne gewonnen oder zumindest unentschieden gespielt. Wir haben in den letzten Wochen in der Defensive an Stabilität gewonnen. Das sieht man an den Gegentoren. Es wurde vor ein paar Wochen davon gesprochen, dass wir nicht zu Null spielen können. Dann haben wir eine Reihe von Spielen zu Null gespielt. Es ist aber ein bisschen zu Lasten der Offensive gegangen. Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen. Wir dürfen die Defensive nicht vernachlässigen, müssen die Offensive aber mehr ins Spiel bekommen und zu mehr Torchancen kommen. Wenn der Gegner unsortiert ist, fehlt mir bei uns manchmal noch der Killerinstinkt, diese Situationen zu nutzen.

… Anthony Modeste: Tony entwickelt sich in den letzten Wochen. Er hat körperlich Stück für Stück aufgeholt und ist immer eine Option, wenn wir mit einem richtigen Neuner spielen wollen. Wir überlegen, wie wir es gegen Freiburg machen. Es darf aber dann nicht dazu führen, dass wir die Abwehr entblößen. Auch Tolu entwickelt sich gut.

… den SC Freiburg, der zuletzt vier Bundesliga-Spiele in Folge gewonnen hat: Es ist ein unaufgeregtes Umfeld in Freiburg – auch ohne die vier Siege. Das ist ein großer Unterschied zu manch anderem Club. Freiburg hat meiner Meinung nach mit Christian Streich den besten Trainer der Liga. Er lässt sich nicht treiben. Er zieht sein Ding durch. Es ist bemerkenswert. Freiburg ist nicht mehr das kleine Freiburg. Sie haben Möglichkeiten, schaffen es aber jedes Jahr die Erwartungshaltung gegen Null zu schrauben. Das machen sie brillant. Es ist ein großer Verdienst des gesamten Vereins. Streich entwickelt seine Mannschaft in einem unaufgeregten Umfeld. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. 

… Ismail Jakobs, der zuletzt krank fehlte: Iso hat voll trainiert. Wir haben das gleiche Personal zur Verfügung wie letzte Woche, aber zusätzlich noch Iso als weitere Kaderoption dabei. 

… die Arbeit an der Offensive: Wenn wir weiterhin gut verteidigen, werden wir auch unsere Chancen bekommen. Wir brauchen Geduld und werden nicht Hurra spielen. Wir wollen Punkte holen. Wie schön der Fußball dabei ist, ist für mich im Moment zweitrangig. Wir müssen Ballgewinne besser nutzen. Wir spielen zuletzt den ersten Ball nach Ballgewinn gut, aber den zweiten nicht offensiv genug. Wir müssen schärfer darauf sein, solche Momente zu nutzen. Das können wir. Das weiß ich. Aber es ist schon ein Spagat zwischen Defensive und Offensive jetzt. Wir versuchen, es im Training, in Spielformen und in provozierten Aktionen hinzubekommen. 

… Nachwuchstalent Marvin Obuz, der seit dieser Woche bei den Profis trainiert: Das sollten wir unaufgeregt betrachten. Es tut jedem Jungen gut, wenn er sieht, dass er hier einen Weg gehen kann. Marvin ist einer unserer jungen, talentierten Spieler, die für uns im Profikader interessant sind. Wir wollen ihn Stück für Stück an das Profitraining gewöhnen und schauen, wohin sein Weg geht. Eine Prognose möchte ich nicht abgeben. Der Weg, den wir unseren Talenten anbieten, ist inzwischen ein Merkmal unseres Clubs. Wir wollen es weiter so verfolgen. Wir wollen unsere gute Nachwuchsarbeit nutzen, aber ohne Hypes zu entfachen. Wenn man Talente fördert, muss man aber in Kauf nehmen, dass man nicht immer nur Schritte nach vorne macht, sondern auch mal zurück. Man muss den Jungs die notwendige Zeit geben.

Horst Heldt sagte über…

… den SC Freiburg: Es ist richtig, den SC Freiburg im Gesamten zu loben. Sie sind über Jahre einen tollen Weg gegangen. Der Verein ist sehr unaufgeregt und sie haben viel Kontinuität walten lassen in strategisch wichtigen Positionen. Wenn man eine Benchmark zieht und versucht, sich zu orientieren, kann man sich bei Freiburg das eine oder andere abzuschauen. Das ist nicht verkehrt. Aber nicht jeder Standort und nicht jeder Verein ist miteinander vergleichbar. Das muss man auch berücksichtigen. Freiburg ist fester Bestandteil der Bundesliga. Es ist bemerkenswert, was dort über die Jahre entwickelt wurde. 

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PK vor Freiburg
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Tabelle

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Gesamttabelle
PL.VereinPkt.
15DSC Arminia Bielefeld30
161. FC Köln29
17Hertha BSC27

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